THE VOICE IS DEAD

 

A Wilhelm Scream in der Matrix, Bochum // 12.08.2008

 

Dieses Jahr bringt uns den Melodiccore zurück. Denn es warf dem Ruhrpott im August zwei Bands auf die Bühne, die im Publikum pure Nostalgie auslösten. Wobei A Wilhelm Scream dieses Jahr unersättlich sind. Schon im Mai trat die Combo aus New Bedford, Massachusetts' in Köln auf. Dass die Stimme des Sängers Nuno Pereira irgendwann ihren Tribut zollt, war ja nur zu erwarten.

 

Egal, „an´ giv´a fuck“, hieß es am Dienstag in der Matrix. Denn selbst das kleine Handicap, hielten A Wilhelm Scream nicht davon ab, die großartigsten Songs ihrer letzten drei Alben darzubieten. Mit dem ersten Lied ‚Get Mad, You Son Of A Bitch‘ war kein langsamer Einstieg gewollt und die Halle tobte. Widererwarten traf der Sound in der kleinen Halle der Matrix den Rockernagel genau auf den Kopf und entpuppte sich an diesem Abend als ideale Lokation, für den familiären Mosh -und Pogopulk. Dabei war nicht zu überhören, dass sehr viel Wert auf Basslastigkeit gelegt wurde, was bei dieser Band ein Muss ist. Brian Robinson, neuer Gitarrist seit der Veröffentlichung der dritten Platte‘ Carrer Suicide‘, schien sich sichtlich wohl zu fühlen und zeigte damit einmal mehr, dass er genau der Richtige für diesen Job ist. Das Publikum genoss das abwechslungsreiche Songprogramm. Dabei verzichteten die Jungs auf leichte Kost und walzten schon mit ‚Jaws 3, People 0‘ so ziemlich jedes akustische Feingefühl nieder. Sänger Nuno bekundete immer wieder seine Dankbarkeit, an all diejenigen die die Texte mitsangen. Denn nach dem er sich bei ‚Famous Friends And Fashion Drunks‘ die Stimme aus dem Leib gerotzt hatte, war er doch etwas angeschlagen und brauchte einen großen Schluck Wasser. Doch wer dachte, dass es in dem Tempo nicht weitergehen kann, hat sich natürlich geirrt. Also weiter mit ‚I Wipe My Ass With Showbiz‘ und die Menge dreht ab. Mit ‚The Rip‘ erfüllten sie dem einem oder anderen sogar den innigsten Wunschsong des Abends. Zufriedene Gesichter im ganzen Saal. Doch irgendwann kann der gute Mann am Mikro doch nicht mehr. Das Konzert endet mit ‚The King Is Dead‘ und ohne Zugabe. Irgendwie zu kurz das Ganze. Es hätte stundenlang so weiter gehen können.

 

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