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THE AGONY SCENE
THE DARKEST RED
[ROADRUNNER RECORDS]
„Mit dieser musikalischen Streitaxt wird fortan auf die Jagd gegangen und wessen Kopf auch immer getroffen wird, er wird zerbersten!“, soweit der Waschzettel. Um mal Korinthen zu kacken, wenn du mit `ner Axt triffst, wird der Kopf doch eher gespalten, es sei denn sie ist sehr stumpf, oder? Und würden THE AGONY SCENE mit ihrer Musik dauernd Köpfe einschlagen, dann hätten sie doch schon bald keine Fans mehr und das wäre sicher nicht in ihrem Sinne? Aber es geht auch anders – musikalisch und überzeugend! Mike Williams ist sauer und kann keifen, als hätte ihm irgend so ein Vorhöllendämon seine Stimme geliehen. Und der Rest der Band malträtiert die Instrumente, als ob die Anstellung als Luzifers Hauskapelle noch keine zwei Wochen zurückliegt. Crust, Screamo, Hardcore, whatever – nach längerer Pause und einigen Umbesetzungen melden sich THE AGONY SCENE überzeugend zurück. Mein Nachbar würde wieder sagen, „Hätten die das Mirko einfach lauter gedreht, hätte der nicht so schreien müssen.“. Ich sage: „Gut so!“. Ab und an schimmern sogar mal melodische Gesangparts durch wilde Geflecht aus Bass, Gitarren und Drums, „Screams turn to silence“ (Track 4) und „My Dark Desire“ sind dafür gute Beispiele. Fazit: Wieder eine gute Platte im Kosmos der harten Gitarren.






