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GLITTER UND TRAUMA ZU FRÜHER STUNDE
Biffy Clyro live im Prime Club, Köln // 29.09.2007
Der Konzertbeginn wurde auf frühe 19.30 Uhr gelegt, damit die anschließende Disko auch pünktlich um 22 Uhr (Wer geht denn bitte schön um die Uhrzeit raus?, Anm. d. Autors) beginnen könnte.
Als Vorband des Abends sollte das italienische Trio Verdena aufspielen, das sich in seiner Heimat bereits weit über den Status des Insider-Tipps hinaus spielen und unter anderem als Support von U2 größere Bühnen erklimmen konnte. Ob die Alternative-Musik des Trios nun wirklich empfehlenswert oder nicht ist, kann hier leider nicht beantwortet werden, da die Band bereits um 19 Uhr ihr Set begann und ne halbe Stunde später pünktlich beendete.
Ein mittlerweile befindlich Kettcar-fahrender Frontmann einer deutschen Punkband a.D. zitierte in einem Song bekanntlich einmal: „Über Musik zu schreiben ist wie zu Architektur zu tanzen“.
Bei Biffy Clyro im Kölner Prime Club muss es allerdings lauten: „Wie soll man über Musik schreiben, wenn man bei dieser Architektur nichts sehen kann?“
Der ausverkaufte Laden war bereits so gerappelt voll, dass man mit einem Platz im hinteren Teil der Theke Vorlieb (ansonsten ja einer der schönsten, im Prime Club bekanntlich visuell mies), einnehmen konnte. Dafür gab es direkt einen furiosen Auftakt mit dem „The Vertigo Of Bliss“-Monster „Bodies In Flight“. Auch der Sound war innerhalb weniger Sekunden eine Bombe. Da hat das Stehen auf Höhe des Mischers dann wieder einen Vorteil – auch wenn ich dafür keinen Blassen Schimmer habe, wie die Klampfen der beiden Frontbärtigen auch nur ansatzweise aussahen.
Mit „Who’s Got A Match“ wurde der Club zum Brennen gebracht. Die begeisterte Reaktion der Menge verleitete die Biffies dazu, sich selber druckvoll und gerade zu fanatisch durch viele Songs des neuesten Puzzlestücks der Band zu spielen. Doch auch die älteren Stücke, die lauthals gefordert wurden, kamen keineswegs zu kurz. Zwischendurch blitzten mit „Questions & Answers“ und „Eridecate The Doubt“ immer wieder Klassiker auf. Anhänger und Band schaukelten sich gegenseitig hoch, so dass Biffy Clyro bei der nächsten Tour vielleicht in einem größeren Club aufspielen sollten, weil sich die Anhängerschaft nach diesem energischen Auftritt vergrößern dürfte..
Nach 55 Minuten war mit „Glitter&Trauma“ definitiv zu früh Schluss (Wiederholte Anm. d. Autors: Wer geht denn bitte schön um die Uhrzeit raus?), auch die grandiosen „57“ und „Jaggy Snake“ als Zugaben konnten danach nicht verhindern, dass die Bühne ruckzuck leer geschleppt wurde und die begeisterte Meute rausgeschickt wurde. Und jetzt ! Disko!






