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BIRDS OF AVALON
BAZAAR BAZAAR
[VOLCOM ENTERTAINMENT]
Endlich auch bei uns zu haben ist jetzt die Debütplatte „Bazaar Bazaar“ der 5-Piece-Truppe Birds Of Avalon aus Raleigh, North Carolina. Deren durchaus arschtretender Mix aus progressivem wie auch schön psychedelischem Wüstenrock gibt die meiste Zeit der Platte ordentlich Kette, und sollte vorzugsweise in einem roten Chevy Convertible auf dem US Interstate Highway 15 gehört werden. Die A40 tut’s aber auch.
Birds Of Avalon gründeten sich 2005, als Paul Siler und Cheetie Kumar von The Cherry Valence Bock auf was Neues hatten und in Silers Nachtclub „Kings“ willige Mitstreiter rekrutierten – welche Ironie. Seitdem waren sie exzessiv unter Anderem mit Drunk Horse, Valient Thorr und den Flaming Lips auf Tour. Melodisch und teilweise herrlich verspult kommt ihr Erstlingswerk daher, der Opener „Bicentennial Baby“ rockt nach einem spacigen Intro direkt mal gut los und gibt einen ungefähren Eindruck, was den Hörer in den nächsten 41 Minuten und 11 Tracks erwartet. „Horse Called Dust“ hält das Tempo und beweist, dass Kumar und Siler mehr als nur Powerchords knüppeln können – die Herren beherrschen ihre Sechssaiter hörbar. Das folgende „Instant Coma“ schaltet mindestens zwei Gänge zurück, allerdings ohne Groove einzubüßen. Hier präsentiert sich die psychedelische Seite der Platte.
Der nächste Track gibt dann wieder mehr Gas und dieses Stop-and-Go-Schema
zieht sich durch bis zum Schluss, ohne jedoch eintönig zu werden.
Die Platte hält immer wieder Überraschungen bereit, bespielsweise
geschickt in den Klangteppich eingeknüpfte Sitar-Klänge bei
„Think“. Ein bisschen retro kommt dieses Album daher, allerdings
ohne sich in unnötigen Klischees zu verlieren und dürfte daher
vielleicht sogar dem Onkel gefallen, der immer von der „guten
alten Rockmusik von früher“ schwärmt. Aber auch Freunde
kontemporärer Musik dürften ihre Freude an diesem Werk haben.
Weil’s rockt. Fertig.
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