TRACKLIST

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BRAND NEW

 

THE DEVIL AND GOD ARE RAGING INSIDE ME

[INTERSCOPE/UNIVERSAL]

 

„Deja Entendu“ hieß damals das Album von BRAND NEW, mit dem sie sich hier den Durchbruch erhofften. Aber irgendwie wollte dieses Album, trotz der vielen positiven Kritiken, nicht zünden und ging in der Menge von Emorock-Platten mit unter. Oder waren es einfach die ellenlangen Songtitel, die es schwierig machten, sich in den Köpfen der Hörer zu festigen? Auf jeden Fall erlangten sie in den Staaten und England hohe Verkaufszahlen, und somit zählt die Band um Sänger Jesse Lacey in ihrer Heimat zur ersten Garde des Genres. Mit ihrem neusten Werk überraschen Brand New und zeigen sich von einer Seite, die die Erwartungshaltung leicht umstrukturiert. Vergleiche mit den jungen Radiohead liegen auf der Hand und sind ziemlich zutreffend.
Weg vom jugendlichen und wilden EmoRock zeigen sich Brand New deutlich gereifter, musikalisch experimentierfreudiger und ausgeglichener. Songs über die Vier-Fünf-Minutengrenze sind fast die Regel. Dass auf dem Album verschiedene Ebenen in vielerlei Hinsicht durchforstet werden, das verdeutlicht auch schon der Titel des Albums: der Teufel und Gott treffen aufeinander. Ein Hin und Her, ein Kampf, dessen musikalische Ergüsse im Falle von Brand New zu einem Album forcieren, dessen Bedeutung wahrscheinlich erst in ein paar Jahren wirklich zu tragen kommt. Wer hier einen ähnlichen Sound erwartet wie auf den bisherigen Alben, wird bestimmt enttäuscht sein. Man muss und darf sich auf etwas Neues gefasst machen.
Die Platte ist gut, aber das war auch das letzte Album von Thrice, und deren bisherige Anhängerschaft konnte sich nicht wirklich mit „Vheissu“ anfreunden. Es liegt in Gottes Hand…oder der des Teufels? Man wird sehen, letztendlich entscheidet der Konsument.

 

 

Verfasser: Markus Tils

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