EINE KLEINE ZEITREISE

 

Buffalo Tom und Tiny Vipers im Prime Club, Köln // 29.11.2007

 

Viele Bands, die Ende der 80er Jahre das Genre „Alternative Rock" prägten, haben in letzter Zeit ein Comeback gefeiert. Man denke nur an Dinosaur Jr und The Lemonheads. Auch Buffalo Tom gehören in diese Riege.

 

Zwischen 1988 und 1998 veröffentlichte das Trio aus Boston sechs Studioalben, danach war – bis auf zwei Compilations - Sendepause. Dieses Jahr nun kehrten sie mit ihrer CD „Three Easy Pieces" zurück und stellten diese auch live bei ihrem einzigen Deutschland-Konzert im Kölner Prime Club vor, dem ersten Auftritt hierzulande seit fast 13 Jahren.

Bereits am frühen Abend gastierten sie im überregional bekannten Plattenladen NORMAL, wo sie fünf Lieder im akustischen Gewand zum Besten gaben. Bereits dort fiel auf, wie entspannt und gut gelaunt sie sich präsentierten, was sich auch später durch das Set im leider nur gut zur Hälfte gefüllten Prime Club zog.

Den Auftakt machten die Tiny Vipers, das Projekt der Singer/Songwriterin Jesy Fortino aus Seattle, die mit ihren spröden, todtraurigen Songs vom auf Sub Pop erschienenen Album „Hands Across The Void" das Publikum allerdings nicht so recht überzeugen konnte.

Um 21:50 eröffneten dann Buffalo Tom mit Staples einen rund 100minütigen Streifzug durch ihre Bandgeschichte. In der Folge gab es dann einen bunten Wechsel aus neuen und alten Songs. Buffalo Tom legten dabei eine geradezu unglaubliche Spielfreude und Energie an den Tag und rockten sich durch Hits wie „Birdbrain“, „Taillights Fade“ oder „Soda Jerk“. Wirkten bei der Akustikperformance im NORMAL-Shop die Stimmen von Gitarrist Bill Janovitz und Bassist Chris Colbourn leicht angegriffen, war davon am Abend nichts mehr zu spüren.

Bleibt zu hoffen, dass bis zum nächsten Album samt Tour nicht wieder so viele Jahre ins Land ziehen müssen.

 

 

Text: Rainer Driemeyer
Foto: Michael Steyski