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TOT IN DER BARACKE
CAPTAIN PLANET und OIRO baten in Münster zur Saunastunde // 8.Juni 2007
70 zahlende Gäste sprangen beim Captain-Planet meets Oiro-Konzert in Münster nur knapp dem kollektiven Ableben aufgrund von Sauerstoffmangel von der Schüppe. Dabei fing alles so entspannt an. Die Außentemperaturen waren auf ein entspanntes Maß heruntergefallen, so dass am Ufer des Aasees zunächst entspanntes Rumlümmeln praktiziert werden konnte. Irgendwann klangen dann aber doch Schrammel-Geräusche aus dem Baracken-Gebäude und Captain Planet baten zur gemeinsamen Saunastunde.
Gitarrist Benni bemängelte zwischendurch den fehlenden Eukalyptus-Aufguss und sah sich auf der Bühne gleich doppelt bestraft. Während das Publikum die mehrfachen Stromausfälle dankend zum Luftholen nutzte, „mussten“ er und seine Mitstreiter drinnen verharren. Einem gelungen Auftritt konnten die Bedingungen zum Glück nichts anhaben. Bei „Baumhaus“ gingen die Zeigefinger vor der Bühne auf „egal“ treffsicher in die Höhe und Sänger Arne verlagert den Zustand „Tot in der Heide“ spontan „in die Baracke“. Mit „Abtauchen, um Luft zu holen“ und „120 Sachen“ gab es schon mal einen Vorgeschmack auf das erste Langspielwerk der Nordisch-Punker, das „spätestens am 1. September“ (Benni) der Weltöffentlichkeit zugänglich sein soll. Die Sing Along-Zeilen „Wir sind raus“ von „Neues vom Ende der Schlange“ bekräftigten zum Abschluss den Wunsch aller auf ordentlich CO2-Nachschub.
Nach Auffüllung von Sauer- und Bölkstoff zelebrierten Oiro Punk der klassischen Sorte, ohne viel Rock oder anderem Firlefanz. Den Stromausfall-Battle mit Captain Planet entschieden die Düsseldorfer mit 4:2 für sich. Dank Schlagzeug, dem mächtigen Organ von Sänger Jonny Bauer und textsicheren Anhängern im Publikum wurden die begonnen Lieder beim „Saftverlust“ zudem jeweils A Cappella zu Ende gebracht. Zwar ging es nicht mehr „Mit dem Mofa nach Italien“ – das können bekanntlich nur Tommi und Mario – aber glücklich stinkend Richtung Heimat.
Rauchverzicht wäre übrigens mal mehr als sinnvoll gewesen. Aber ist halt Punk mit Anarchie und Selbstbestimmung und so. Schön und gut, nur leider blieb die Mitdenk-Bereitschaft bei einigen Süchtlingen im Kleiderschrank. Oi!
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