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.COMPUTER..
GIVE ME A FRAME
[POP-U-LOUD]
In gewisser Weise kommen .COMPUTER.. zur einer passenden Zeit: Nicht dass Computer an sich gerade der neue heiße Scheiß sind. Triphoppige Beats haben Portishead auch schon in einem Zeitalter gemacht, als eben nicht jeder einen Rechner zuhause stehen hatte. Die Verschmelzung mit elektronischen Sounds hat Ben Gibbard mit The Postal Service auch schon vor längerer Zeit bewerkstelligt. Aber während die Welt (oder Teile davon) noch auf den Notwist-Nachfolger zu "Neon Golden" wartet, sich andere Teile vom "gewöhnlichen" Indierock in alle Richtungen verabschieden und manche auch trotz heraufziehenden Frühlingsabenden eher düsteren Klängen zuneigen, kommt mit "Give Me A Frame" ein Album, das eigentlich allen diesen Wünschen gerecht werden kann: warm, zurückgenommen, zwischen Weinheimer Gitarren und kanadischer Elektronik. Dazu klingt die Stimme von Thomas von Pescatore in ihren guten Momenten nach Sam Endicott (The Bravery) oder Editors' Tom Smith.
Allerdings wandeln .COMPUTER.. auf schwierigem Terrain: Aus Zurückgenommenheit wird schnell Gleichförmigkeit, aus Längen erwächst schnell Langeweile. Und in ihren schlimmen Momenten klingt die Stimme von Thomas von Pescatore wie die von Chad Kroeger, selten, aber das ist bestimmt nicht how we (want to) remind him.
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