CRASH ROMEO

 

GAVE ME THE CLAP

[TRUSTKILL RECORDS]

 

Es gibt zwei Möglichkeiten, "Gave Me The Clap" von Crash Romeo zu konsumieren. Der simple Plan: Man hört netten, melodischen Poppunk, der irgendwo zwischen New Found Glory, Amber Pacific und eben Simple Plan liegt, der wie in "Victim Liar" auch mal in Richtung Taking Back Sunday schielt, der keinem weh tut und der eine Halbwertszeit hat, die selbst auf meiner stehen gebliebenen Uhr schnell vorbei ist. Aber: Kann man machen! Schokolade schmeckt ja auch nicht nur von Milka, und wer auf Schokolade steht ...

Die zweite Möglichkeit: Man guckt sich Waschzettel und Band vor dem Hören an. Da steht was von "Hooks, Melodies and classic Songwriting of Power Pop". Kann man zustimmen, das Songwriting ist sogar so klassisch, dass man von Formatrock mit maximalem gemeinsamen Nenner sprechen kann. Format haben auch die Bandmitglieder, und zwar das der klassischen Emorock-Boygroup. Dem angepasst ist die aufgeführte "Younger Punk Aggression". Ich dachte immer, Aggression würde böse klingen. Und dann stehen da als Einflüsse Social Distortion und Face To Face aufgeführt. Spätestens, wenn Mike Ness die Bandmitglieder aggressiv anguckt, haben die noch mehr den Kackstift in der Buchse und jaulen noch wesentlich schlimmer, als es Crash-Romeo-Sänger Travis in manchen Songs tut.

 

 

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Verfasser: Jens Becker

Artverwandt: Slayer, Kastelruther Spatzen