![]() |
|
TRACKLIST
- A ticket for the paralyser
- 10 signs you should leave
- When keeping it real goes wrong
- Rusted over wet dreams
- You got a henna tattoo that said forever
- Travis Bickle
- Sleeping princess, in devils castle
- The key to keeping the show fresh is... I´m dead
- It´s not just a party. It´s a funeral
- When everything goes wrong. Take the easy way out
EMMURE
GOODBYE TO THE GALLOWS
[VICTORY RECORDS]
Heutzutage scheint das Internet der Beginn einer jeden wunderbaren Freundschaft zu sein. Denn auch die Jungs von Emmure lernten sich darüber kennen, gründeten ihre Band und rissen das Herz von Victory Records an sich. Hiermit bekommt man wieder ein positives Beispiel dafür, dass Beziehungen, die über das Internet gegründet werden, auch funktionieren können. Emmure stellen sich genau dem gegenteiligen Konzept einer Liebschaft und erschaffen mit ihrem Debüt „Goodbye To The Gallows“ das Horrorszenario einer gescheiterten zwischenmenschlichen Zusammenkunft. Sie befassen sich nicht nur textlich mit diesem Thema, sondern verleiten dem ganzen mit ihrer Musik den nötigen Nachdruck. Wer nun glaubt, dies wäre eine reine Trauerscheibe, hat sich schwer geirrt. Wie im wahren Leben wird auch auf dieser Platte das Gefühlschaos kompromittiert. Die tief gestimmten Gitarren gleichen sich der Endzeitstimmung an, und Sänger Frank tut sein Übriges, indem er seine Stimme zwischen Growls, Screams und cleanen Postcore-Einlagen switchen lässt. Ab dem vierten Song stellt sich ein leicht emocoriger Sound ein, der von wutausbruchähnlichen Breakdowns und Slomo-Walzen übertönt wird. Im Laufe der Zeit taucht der zwar immer wieder auf, gerät aber auch wieder in Vergessenheit. Wer „Travis Bickle“ aus „Taxidriver“ kennt, meint wohlmöglich schon zu wissen, wie diese Geschichte ausgeht. Der Booklet-Proband wählt auch den Freitod, jedoch durch den Galgen und scheitert im Gegensatz zu „Travis“ nicht. Wer also Lust auf ein Konzeptalbum bekommen hat, sollte sich Emmures „Goodbye To The Gallows“ reinziehen. Die Jungs scheinen Potenzial zu haben und bringen mit diesem Album eine eigene Interpretation der Mischung aus Metal-, Post- u. Hardcore auf den Markt. Es könnte von mir aus aber ruhig noch etwas ausgeklügelter sein. Schaut man sich die CD jedoch im Ganzen an und vor allem mit Aspekt des Konzeptes, das sie aufstellten, erscheint sie im Auge des Betrachters rund.






