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TRACKLIST
- Disaster
- Plague
- Roses And Razorblades
- The Imposter
- Watch Your Back
- Broken
- Wanna Be A Catastrophe
- New Tune
- Just Us Kids (November)
- Heroes And Ghosts
- 1849
- Twenty-One Guns
- Living In The Fallout
FAR FROM FINISHED
LIVING IN THE FALLOUT
[PEOPLELIKEYOU RECORDS]
In Boston kann man ganze Bezirke mit Streetpunk-Bands pflastern. Ein Unterschied ist, dass keins der Bandmitglieder Ex oder Aktiver aus dem Murphys-/Bosstones- oder Ducky Boys-Kosmos ist und FFF dadurch auch nicht wie zahllose andere klingen. Die geografische und musikalische Verwandtschaft sind zwar erkennbar, aber der Sound von Far From Finished ist doch in vielerlei Hinsicht etwas glatter. Die Band klingt zwar eindeutig nach Straße, aber weniger nach Kopfsteinpflaster, sondern nach einer ordentlich geteerten Straße mit mindestens einem Bürgersteig aus Sand vom Strand in Los Angeles.
(Jens Becker)
Der Melodic-Punk an und für sich wird ja schon seit geraumer Zeit - nicht zu Unrecht - als klinisch tot bezeichnet, woran Far From Finished mit „Living in the Fallout“ auch nicht allzu viel ändern werden. Doch eh sich jetzt jeder ob des beginnenden Vermoderungsgeruch reflexartig wegdreht, der rasche Hinweis, dass sich das Quintett aus Boston bester Gesundheit erfreut und gar nicht daran denkt, zur Grabrede anzusetzen. Stattdessen gibt es klassischen Punkrock im Stile der 90er-Hochzeit, als Epitaph und Fat Wreck monatlich das Skater-Herz mit neuen Qualitätswerken höher schlagen ließen. Während die alten Helden nach und nach abdanken und frisches Blut Mangelware ist, treten Far From Finished dankeswerter den Beweis an, dass sich hinter der ein oder anderen Veröffentlichung noch anständige Ware verbirgt. „Living in the Fallout“ erinnert in Ansätzen an die ersten Rancid-Veröffentlichungen, was nicht zuletzt an der typischen Ostküsten-Stimme von Steve Neary liegt. Wer sich durch die 13 Albumsongs hört, findet mit Sicherheit noch mehr Referenzvergleiche heraus, aber schlussendlich handelt es sich hierbei um ein eigenständiges Werk, dass für sich genommen zwar nicht bahnbrechend, aber in hohem Maße angenehm daherkommt. Ich bezeichne es mal nicht als „nett“, denn das ist bekanntlich der kleine Bruder von „scheiße“ und davon sind Far From Finished im positiven Sinne meilenweit entfernt.
(Michael Blatt)






