![]() |
|
FIREWATER
GOLDEN HOUR
[NOIS-O-LUTION]
Wenn ein Pakistani, ein Inder, ein Türke, ein Afghane und ein Israeli aufeinander treffen, gibt das im schlimmsten Fall ein ganz übles Massaker, im unwahrscheinlichsten Fall eine Konferenz, die zum Weltfrieden führt und im besten Fall dieses Album. Zumindest haben Musiker aus jenen Ländern daran mitgearbeitet. Dass das unter der Regie von Ex-Cop Shoot Cop-Mann Tod A. einen bunten Stilmix gibt, versteht sich. Alternative-Weltmusik. Melancholisch-exotisch, vielfältig, wahrhaft interkulturell - die Anzahl der Attribute, die "The Golden Hour" auf sich zieht, steigt ins Unermessliche. Getragen wird die Platte von Tods rauer, kratziger Stimme, die trotz ihrer Bluesfärbung Texte transportiert, die mehr Punk in sich tragen als viele Bands mit diesem Stempel. Drei Jahre war er unterwegs in Staaten, in denen seine Landsleute sonst nur Bomben fallen lassen, so dass die inhaltliche Quintessenz zwischen gnadenloser Abrechnung und schierer Verzweiflung, düsterer Melancholie und bitterem Sarkasmus pendelt. Für Musikliebhaber, Entdecker und Weltverbesserer absolute Kaufpflicht. Für alle anderen auch.
Kommentare könnt ihr im SUCHTBLOG abgeben






