DEUTSCHSTUNDE MIT MATT DAVIES

 

Funeral For A Friend und Cancer Bats live im Gloria, Köln // 09.11.08

 

Nachdem Funeral For A Friend-Konzerte in Deutschland in den Anfangsjahren der Waliser spärlich gesät waren, beehrt die Band zurzeit mit neuem Album mal wieder unsere Lande.

 

Im Gegensatz zum Konzert in Münster zwei Tage zuvor geht es Sänger Matt Davies wieder besser. In der Sputnikhalle entleerte der Frontmann noch auf der Bühne (!) seinen Mageninhalt („Ich hasse Rotkohl!“) und rockte trotzdem weiter („Sorry for that, but that’s about as Hardcore as Funeral For A Friend will ever get.“).

Mit dem starken „Constant Illuminations“ vom ihrem vierten und aktuellen Output „Memory and Humanity“ beginnen Funeral For A Friend ihr 70-minütiges Set. Schon beim zweiten Song „Juneau“ gibt es für die Fans im gut gefüllten Gloria kein Halten mehr. Die Setlist ist eine Mischung aus neuen und alten Songs. Neben Singles wie „History“ und „Streetcar“ lassen die Waliser mit einigen Überraschungen, wie dem selten gespielten „Novella“, die Fanherzen höher schlagen. Fünf Songs präsentieren F4AF vom aktuellen Album, das wieder mehr an die guten alten Tage erinnert. Vom mehr als lauen Vorgänger „Tales don’t tell themselves“ erklingt dagegen nur „Into oblivion“.

Sänger Matt Davies ist in Plauderlaune, stellt den Fans im gut gefüllten Gloria immer wieder Fragen und animiert zum Mitmachen. Der Waliser spricht ein nahezu akzentfreies Deutsch (man munkelt, er habe eine deutsche Frau) und verrät dem Publikum seine Vorliebe für Hanuta, Kinder-Country und Käsespätzle. Auch für deutsches Bier kann sich Matt Davies begeistern („Aber kein Kölsch, das macht Kopfschmerzen!“). Auf der Bühne nippt er aber lieber an seiner Teetasse.

Zum ersten Mal auf Tour dabei ist der neue Bassist Gavin Borrough, der auch die Background Vocals übernimmt, und sich scheinbar gut in die Band eingefügt hat. Im Gegensatz zu seinen Gitarristen-Kollegen Kris Coombs-Roberts und Darren Smith wird der Neuzugang von Sänger Matt noch mit Sticheleien verschont. Vor allem auf Darren hat es der Frontmann an diesem Abend abgesehen. Während der Gitarrist beim vom Sänger geforderten Extra-Applaus verlegen und leicht genervt zur Seite schaut, lacht sich Matt ins Fäustchen.

Mit ihrem größten Hit „Escape artists never die“ beenden Funeral For A Friend ohne Zugabe einen gelungenen Konzertabend und nehmen ohne Umweg Kurs auf den Merchstand, wo sie verschwitzt beginnen, Shirts & Co. höchstpersönlich zu verkaufen, für Erinnerungsfotos zu posieren und reichlich Autogramme zu geben.

Alles zu FUNERAL FOR A FRIEND auf GETADDICTED

 

Kommentare könnt ihr im SUCHTBLOG abgeben

 

Verfasser: Vera Schmidt