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THE HIVES
THE BLACK AND WHITE ALBUM
[INTERSCOPE/UNIVERSAL]
`Throw It On Me` war das erste Lebenszeichen der HIVES nach `Tyrannosaurus Hives`. Zur Verwunderung einer mittlerweile mehr als beachtlichen Fangemeinde war dieser Song eine Zusammenarbeit mit TIMBALAND. Diese eher untypische Kollaboration zauberte Fragezeichen in die Augen der ausgehungerten HIVES-Jünger. Was sollte das denn nun werden? Würden die schwedischen Anzugliebhaber musikalisch nun in eine ganz andere Richtung wechseln?
Doch dann kam die erste Singleauskopplung des neuen Albums,
`Tick Tick Boom` und die Band klärte auf ihre unnachahmliche Weise die Situation.
Die Herren um `Howlin` Pelle Almqvist haben wieder geil abgeliefert und einen Silberling auf die Welt losgelassen, der tüchtig Druck macht. Diesmal wurde richtig Kohle für die Produktion ausgegeben und trotzdem klingt das ganze immer noch nach `Walk Idiot Walk`, `Main Offender` und all den anderen Gassenhauern, zu denen wohl noch unsere Kinder tanzen werden. Zwar arbeitete die Band u.a. PHARELL WILLIAMS und TIMBALAND zusammen, aber gerade an diesen Stellen sind keine Pop-Songs, sondern rockende Beatnummern entstanden. So ist `Try It Again` mit einem AC/DC Riff versehen worden, das nicht nur den Nacken in Schwung bringt, sondern dazu animiert, durch die eigenen vier Wände zu hüpfen und im Anschluss schweißüberströmt auf dem Sofa zusammenzubrechen!
Natürlich liegen dem Sound auf `The Black and White Album` immer noch die SONICS zugrunde. Aber Motown, 60ies Beat und Soul sind an vielen Stellen zu hören. Ab der Mitte der Platte versucht die Band interessante Neuerungen bis hin zu Songs wie `Giddy Up`, auf denen man sie gar nicht mehr erkennen kann. Denn hier wird mit viel Beat, Elektronik und zurückgeschraubten Gitarren gearbeitet und das macht auf 2 ½ Minuten Spaß. `T.H.E.H.I.V.E.S` hat den Funk im Tank und wer hier meint, PHARELL hat die Finger im Spiel, der liegt mit dieser Vermutung so was von richtig.
Natürlich möchte der abgeklärte Musik-Nerd jetzt rufen: „Die HIVES sind doch über ihren Zenit hinaus und die Band macht jetzt nur noch langweiliges Zeug!“ Dem ist aber nicht so und die Band rockt fleißig weiter und weiter und liefert hier ein deutliches Statement ab, was Rock alles kann. `Puppet on A String` zaubert dann wieder ein Lächeln ins Gesicht, wenn ein Klavier auf Kinderreime trifft und man sich gar an alte Stummfilmmusik erinnert fühlt.
Das neue Album entfernt sich mehr den je von dem Sound, mit dem die HIVES damals im schwedischen Fagersta begannen und doch haben sie ihre Wurzeln nicht vergessen auf ihren Wegen von Miami, London und Los Angeles. Man hat viel gesehen und gehört in den letzten Jahren und das ist gut so, denn deshalb liebt man diese Band einmal mehr!
- The Hives live in Köln 2007
- Galerie: The Hives live in Köln 2007
- The Hives . The Black And White Album
- Galerie: The Hives beim Area4 2007
- Galerie: The Hives live in Köln 2004






