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DON'T GIVE UP ON YOUR DREAMS, BUDDY!
I’m From Barcelona im Gebäude 9, Köln // 12.01.08
Es gibt ja die klassischen Rockformationen bestehend aus Gitarre, Bass, Schlagzeug und Gesang - und es gibt I’m From Barcelona. Musikalisch ist dies das Kind Emanuel Lundgrens, aber die Website der Band listet nicht weniger als 29 Mitglieder.
Daher war es auch nicht sonderlich verwunderlich, dass vor dem Gebäude 9 kein normaler Tourbus, sondern ein Riesen-Deluxe-Doppeldecker-Reiseteil parkt. Das nächste Staunen dann am Merchstand, wo es u.a. handgefertigte T-Shirts und Kazoos zu kaufen gab. Die Bühne präsentierte sich vollgestellt mit Equipment, alles mit Luftballons dekoriert. Sollte hier eine Hippie-Kommune unterwegs sein?
Um 21:10 gings los, handgezählte 18 Leute enterten zu den Klängen von - was sonst – „Barcelona“ von Montserrat Caballé und Freddie Mercury die Bühne, feuerten Konfettibomben und schmissen noch mehr Ballons ins zahlreiche Publikum. Links drei Frauen in Hippiekleidern, dahinter drei Mann mit Blasinstrumenten, rechts drei Mann neben zwei Keyboarder/-innen, in der Mitte das Schlagzeug, davor Frontmann Lundgren und drumherum noch diverse Saitenspieler - und gleich mit dem Opener „Treehouse“ begann eine wunderbar ausgelassene Party.
Das Publikum wurde ständig zum Mitklatschen und Mitsingen animiert (allerdings auf eine höchst unpenetrante Art und Weise) und auch untereinander wurden allerhand Faxen gemacht. Sänger Lundgren tauchte ein paar Mal ins Publikum und ständig wurde für Nachschub an Konfetti, Ballons und auch Papierschwalben gesorgt. Auch das anfangs ob des verspielten Treibens etwas irritierte Publikum im sehr gut gefüllten Gebäude 9 ließ sich von der guten Laune anstecken und ging immer euphorischer mit. Nach nur knapp 40 Minuten verließ die Band zum ersten Mal die Bühne, kam aber natürlich für eine lautstark geforderte Zugabe zurück.
Das Spektakel dauerte zwar keine ganze Stunde, aber dennoch wurde das Debütalbum „Let Me Introduce My Friends“ fast komplett gespielt (mit Madonnas „Like A Prayer“ im Refrain von „Rec & Play“). Zudem gab’s meinen Favoriten „The Painter“ (alte B-Seite) und die neue Single „Britney“ sowie einen noch unveröffentlichten Song. Zum Abschluss mit „Robots Sing We're From Barcelona“, einem Kindertechno-Remix vom Band, zog dann die Hälfte der Band per Polonaise durchs Publikum, während der Rest noch ausgelassen auf der Bühne weiter tanzte. Diese Band muss man einfach lieben.






