JAPANISCHE KAMPFHÖRSPIELE

 

RAUCHEN UND YOGA

[BASTARDIZED RECORDINGS]

 

Die Jungs aus Krefeld behaupten, ihr neues Album sei „Popgrind“. Aber keine Sorge, JAKA haben sich stilistisch nicht auf etwas Ruhigeres eingelassen. Auch mit „Rauchen und Yoga“ verteilt das Sextett wieder schallende Ohrfeigen in „Auf-Den-Tischen-Wird-Nicht-Geschlafen-Sondern-GRIND-Getanzt“-Manier. Die konsumkritischen 17 Lieder sind von schnellem Geprügel dominiert, werdeb jedoch durch melodische Gitarrenriffs aufgelockert. Sie klingen auf „Rauchen und Yoga“ „progressiver“ und sind durch die runde Aufnahme und Produktion, ein einschlägiges Erlebnis direkt ins Hirn. Und da man „mit JAKA gar nicht früh genug anfangen kann“ – sagt Christof im GETADDICTED-Interview -, wurde das Cover von Kinderbuch-Illustrator Daniel Kratzke („Der Rabe mit dem roten Schal“) gezeichnet. Wer also seine Kinder zu Freidenkern erziehen will, sollte ihnen „Rauchen und Yoga“ vorspielen. „Der Angriff startet“ (Opener der Platte) mit einer Art ‚Japanische Kampfhörspiele will rock you’. Außerdem findet man die Melodie des weißen Hais bei „Eruiert“ als bedrohlichen Part in der Mitte wieder. Die „Punkerpolente“ schlägt mit Percussions auf den Hörer ein. Wer ganz genau hin hört, erkennt die „Mathematik als Mutter allen Betrugs“, den mit der Digitalkamera gedrehten Porno und sich selbst als Betatier. JAKA ist das, was eure Eltern euch nicht sagen wagen und „Rauchen und Yoga“ sind Gegensätze, die sich ausziehen.

 

 

Verfasser: Georgia Polichronidou

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