TRACKLIST

  1. Gatecrasher
  2. Emo Girl
  3. Bored
  4. Lonely Plan
  5. Just a stat of mind
  6. Amazing
  7. Hear me calling
  8. Go ahead
  9. Maybe somewhere else
  10. No happy end
  11. You're stereo (Good things com to an end)

LEO CAN DIVE

 

LEO CAN DIVE

[VIRGIN MUSIC]

 

Mit einem amtlichen Debüt geben Leo Can Dive dieser Tage ihren Einstand bei Virgin Records. Der Vierer aus Duisburg bringt alles mit, was es für ein zeitgemäßes Rock-Album braucht: Viele hübsch verzerrte Gitarren und Geradeaus-Beats vermengt mit feinen Mitsing-Hooklines, dann und wann ein bisschen Emo-Geschrei, hier und da dezente Elektrobeats und eine Prise Keyboards. Fertig. Schmeckt.

Das Album startet mit drei, vier wirklich überzeugenden Rocknummern, die der geneigte Autofahrer beim zweiten Hören schon prima mitsummen kann. Das Gitarrenriff von "Bored" zum Beispiel bin ich erstmal nicht mehr losgeworden. Doch in der Mitte des Albums treten die Jungs um den namensgebenden Gitarristen Leo für meinen Geschmack ein bisschen sehr auf die Bremse, schalten die Verzerrer teilweise komplett aus und wechseln kurzfristig ins Pop-Rock-Lager. Dabei gelingen ihnen immer noch durchaus radiotaugliche Stücke - aber es ist irgendwie ein anderer Sender. Die abschließenden Stücke "No happy end" und "You're stereo" sind aber schön schräg und treten wieder ordentlich Arsch. Ein versöhnlicher Abschluss. Weiter so.

 

 

Verfasser: Jens Büttner

Artverwandt: Ash, Jimmy Eat World