SHOTGUN BLASTS STATT LINKIN PARK

 

Machine Head und Trivium live im Palladium, Köln // 1. Dezember 2007

 

Dank Vollsperrung der A 3 und massig Weihnachtsverkehr in Köln kam ich dann doch tatsächlich nach drei Stunden Fahrt am ausverkauften Palladium an. Bis dahin sollen aber die ersten 3 Bands schon gespielt haben. So gab’s also nur noch Trivium und Machine Head auf die Ohren und Augen.

 

Trivium spielten sich solide durch ihre Alben, viel vom neuen Album, aber auch Hits wie „Rain“ und „Pull Harder...“. Optisch und ,usikalisch zeigten die Jungs deutlich, wo ihre Wurzeln liegen: mtten in den 80igern. Sie machten ihren Job gut, aber ein bleibender Eindruck wollte sich nicht so richtig einstellen. as Publikum brüllte sich in der Umbaupause schon mal mit „Machine Fuckin Head“-Gesängen warm. Es dauerte dann auch nicht mehr lange bis die Maschinen-Köppe die Bretter, die die Welt ... na lassen wir das.

Fulminant legten sie dann auch mit „Clenching the fists....“ los und schossen mit „Imperium“ direkt hinterher. Von der ersten Minute an war klar, dass Ausruhen hier nicht genehmigt wurde. Unter den Fans herrschte beste Stimmung: Es wurde gesungen, geschrien, geheadbangt und gecirclepittet, was die Meute hergab. Auch auf der Bühne war Spaß und Spielfreude pur zu sehen. Getreu nach dem Motto, nicht kleckern, sondern kotzen ging es über eine Stunde im wahrsten Sinne des Wortes rund.

Es wurde kaum ein Hit Ausgelassen: Davidian, Old, Asthetics of Hate gaben sie zum besten.
Auch die eindrucksvolle Ballade „Descend the shades of night“ wurde dargeboten
Rob Flynn bedankte sich mehrfach für die Loyalität der deutschen Fans und prostete zu, soviel konnte man gar nicht trinken. Mit Aussagen wie „ This ain´t a fuckin Linkin Park Show“ wurde noch mal deutlich unterstrichen, dass hier heute Metal ganz oben auf der Agenda stand.

Wo Licht ist, da ist meist auch Schatten. Der Sound war leider alles andere als erstklassig. Die Anlage wurde derart ausgereizt, dass es einem die Gehörgänge umkrempelte. Viel zu laut, viel zu verzerrt, so dass es mir schwer fiel, die Songs rauszuhören, auch wenn man sie kannte.
Das schien aber vor der Bühne niemanden zu stören – und darauf erst recht nicht. So gaben alle weiter Vollgas, bis es ein letztes mal hieß: „Let Freedom ring with a shotgun blast!“

 

Text: Benjamin Dietrich
Foto: Roadrunner/Alex Solca