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DIE SCHWEISSMARKENUHR
Matchbook Romance und The Ordinary Me live im Prime Club in Köln // 17. September 2006
Deprimierende Angelegenheit: Eine Band, die mit „Stories and Alibis“ eigentlich mit dem richtigen Album zur richtigen Zeit da war, um ebenso durchzustarten wie My Chemical Romance, mobilisiert mit der Nachfolgeplatte gerade einmal 80 Leute zum einzigen Deutschlandkonzert der Tour im Kölner Prime Club. Für Matchbook Romance steht aber – wie Sänger Andy im Interview sagte – der Respekt vor sich selber als Künstler im Vordergrund: „Natürlich hätten wir ein zweites ‚Stories and Alibis’ machen können, und wir hätten damit wahrscheinlich auch mehr Erfolg gehabt.“ Wollten sie aber nicht. So kamen halt nur 80 Leute, einige davon im Schlepptau der Supportband The Ordinary Me. Die junge Band aus Rodgau hatte einen kleinen Tross von Redfield Records, bei denen gerade ihr Album „Breathing is a Reflex“ erschien, mit dabei. Fire In The Attic-Gitarrist Richard beobachtete den Auftritt mit prüfendem Blick vom Rand der Tanzfläche, auf der nur ein paar verloren wirkende Leute mitwippten. Wohlwollender Applaus für eine relativ zurückhaltende Bühnenpräsenz.Als Matchbook Romance dann um kurz vor zehn die Bühne betraten, folgten einige Leute mehr dem Aufruf, doch ein bisschen weiter nach vorne zu kommen. Das T-Shirt von Sänger Andy hatte die Funktion einer Sanduhr: Der eng anliegende Stoff war nach dem dritten Song „Monsters“ im Nackenbereich durchgeschwitzt. Über „Say it like you mean it“, “Fiction” und “The greatest Fall” wanderte die Wassermarke immer weiter den Rücken herunter. Trotz des mageren Zuschaueraufkommens spielten Matchbook Romance leidenschaftlich. Vor allem bei den Songs vom neuen Album „Voices“ ging Sänger Andy am meisten ab, wanderte auf der recht kleinen Bühne immer wieder Richtung Schlagzeug und spielte mit dem Rücken zum Publikum. „Good like two Shoes“ kündigte die Band dann als letzten Song an. Aber da die Schweißmarke an Andys T-Shirt noch nicht unten angelangt war, legten Matchbook Romance noch „You can run, but we’ll find you“ und natürlich zum Abschluss „Promise“ nach. Intensiver Auftritt, der auf jeden Fall einige Zuschauer mehr verdient gehabt hätte.
- Interview mit Matchbook Romance in Köln // 17. September 2006
- Matchbook Romance live in Köln // Galerie
- Matchbook Romance live in Köln // 17. September 2006
- Matchbook Romance - Voices
- Matchbook Romance/Motion City Soundtrack Split EP






