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THE MATCHES
A BAND IN HOPE
[EPITAPH RECORDS]
The Matches kredenzen den inzwischen dritten Gang fürs perfekte Audiodinner: M(el)odische Stilexpansion mit instrumentellem Know How an gehäuftem Spurenwirrwarr. Gab es noch nicht, war alles noch nicht da. Die Gäste kosten und sind nach einigen Bedenken überzeugt. Nicht ganz, aber so gehört sich das doch bei neuen Geschmackserlebnissen. Vanilleeis mit Kapern? Nicht ganz, aber zwangsläufig wird es daraus hinauslaufen, wenn die Hölzchen ihren Weg so konsequent und sicher fortsetzen wie auf „A Band in Hope“. Von vielen wegen ihres Erscheinungsbildes und der Stimme von Sänger Shawn Harris’ mit dem Unwort „emo“ bezeichnet, sind sie allerdings mehr als nur eine Spartentruppe. Denn hier klingt „Darkness Rising“ nach einem pompösen Musical oder dem Soundtrack zu einem noch nicht gedrehten Tim Burton-Film, während „Their City“ mit augenzwinkernden 80er-Spandex-Metaleinflüssen überzeugt. Und mit welch unangemeldeter Wendung der Opener „AM Tilts“ nach drei Minuten aufwartet! „Between Halloweens“ hätte Freddie Mercurys Schnäuzer vor Neid erblassen lassen, doch einen Song wie „From 24C“ hätte man sich aufgrund von fahrlässiger Belanglosigkeit allerdings auch stecken können.
Im Grunde genommen wird jeder in diesem Cocktail aus Pop-Rock-melodramatischen-Punk-Balladen
die eine oder andere Ingredienz finden, die er gerne hat, da jedes Lied
für sich ein Einzelphänomen ist. Im Kontext harmoniert die
Mischung erstaunlich gut und unterstreicht doch die eigentliche Homogenität
und Songschreibequalitäten der Band in Hoffnung auf den ersten
Platz beim Dinner.
„Aber ich mag diese komischen Aromen nich’!“ hört
man wen aus dem Orkus der Einfältigkeit krakeelen. Möge er
sich dem Gewöhnlichen widmen.
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