TRACKLIST

  1. Chosen Ones
  2. Scared Of What I See
  3. From Our Last Depots
  4. Hands Before Our Eyes
  5. Barcode On My Chest
  6. Welcome The Changes
  7. Someone's Got to Pay
  8. The Shades Of Things To Come
  9. The Warning
  10. Ain't Feeling Good
  11. Coming Home Soon
  12. Shut the Fuck Up
  13. Hold On To Your Doubts
  14. Unknown Ground
  15. Get Back

MONGREL

 

SPEAK RESISTANCE

[LONG BEACH RECORDS]

 

Kalifornien, Mitte der Neunziger: No Use For A Name veröffentlichen mit „The Daily Grind“ ihr Fatwreck-Debüt, kurz darauf erscheint „For God And Country“ von Good Riddance fast zeitgleich mit dem Pennywise-Meilenstein „About Time“. Hätten MONGREL ihr Album „Speak Resistance“ damals veröffentlicht, wären ihnen reflexartige „Nachmacher“- oder „Abklatsch“-Rufe sicher gewesen. Doch 2006 steht satter Punkrock kalifornischer Schule in keinem Trend-Knigge, Mitläufertum kann man den Münchnern also trotz musikalischer Verwandtschaft zu den genannten Alben keineswegs vorwerfen. Vor allem aber: MONGREL machen ihre Sache richtig gut. Vorzugsweise auf Vollgas brettern sie durch 15 Songs, die durch eine ordentliche Hardcore-Kelle, ausgefeilte Breaks und mehrkehligen Background-Gesang abgerundet werden. Prägend ist auch die tiefe Stimme von Max Krach, die irgendwo auf halbem Weg zwischen Russ Rankin von Good Riddance und Hot Water Musics Chris Wollard stecken geblieben ist. Ein Ska-Song („Welcome The Changes“) bringt Abwechslung, das akustische „Coming Home Soon“ erfüllt die Schmachtquote. Die recht engen Grenzen hardcorelastigen Punkrocks versuchen MONGREL gar nicht erst zu sprengen. Wäre die Welle nicht schon lange abgeebbt, könnten die Bayern weit oben darauf mitreiten.

 

 

Verfasser: Jens Becker

Artverwandt: Good Riddance, No Use For A Name, Red Lights Flash