EHEPAARE UND OHNMACHTSANFÄLLE

 

My Chemical Romance live in Düsseldorf // 8. November 2007

 

Quo vadis, My Chemical Romance? Ausverkauftes Konzert im E-Werk, dann eins im Palladium mit 4.000 Leuten. Für My Chemical Romance gab es dann aber einen Dämpfer: Zu ihrem Konzert in der Philipshalle kamen nur rund 2.000 Besucher, Eltern eingerechnet.
Zuerst beschallten Mindless Seld Indulgence die MCR-Fans, die tatsächlich ordentlich abgingen. Bassistin Lyn ist die Ehefrau von MCR-Sänger Gerard Way und sieht ihm zumindest aus der Entfernung in der Philipshalle nicht unähnlich. Die Fans kreischten, als die Band plötzlich eine Fotografin auf die Bühne holte, damit sie ein Bild ins Publikum schießen konnte.

Der Lautstärkepegel war natürlich deutlich höher, als My Chemical Romance schließlich die Bühne betraten. Im Laufe des Konzerts klappten mehrere Mädels zusammen, die anderen genossen das Konzert mit Kreischattacken, Im-Takt-Gehüpfe und lautem Mitsingen. MCR spielten sich durch ihre drei Alben (unter anderem „Honey ...“ vom Debüt) begleitet von Feuerfontänen. Dazu gab’s Goldregen bei „Famous Last Words“. Etwas wirsch waren die Äußerungen von Sänger Gerard, die in allererster Linie ausdrückten: „I don’t give a fuck about“ dies und jenes. Interessant. In der Zugabe gab es dann noch „It Ain’t Me“ von Creedence Clearwater Revival, das die meisten Leute – abgesehen von einigen Eltern – sehr zurückhaltend aufnahmen. Mit „Helena“ verabschiedeten sich My Chemical Romance.

 

Text: Svenja Fischer
Foto: Jens Becker