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RAGE AGAINST THE UNGERECHTIGKEIT
THE NIGHTWATCHMAN aka Tom Morello live im Prime Club, Köln // 31. Mai 2007
Eine Akustikgitarre, ein Mikro, eine Mundharmonika, ein Wasser, eine Tasse Tee und zwei Sätze („I`m the Nightwatchman. I`m a One Man Revolution“). Mehr braucht Tom Morello aka The Nightwatchman nicht, um sich endlich wieder seit dem Ende von Rage Against The Machine musikalisch und vor allem textlich gegen die Ungerechtigkeit der Welt zu donnern.
So stand er nun auf der ansonsten kahlen Bühne des Kölner Prime Club und gab die Stücke seines ersten Soloalbums „One Man Revolution“ zum Besten. Für die einen ist er der fragwürdige Weltverbesserer („Passen Revolution und Mark Lieberberg Productions eigentlich unter einen Hut?“), für die anderen das ewige politische Vorbild, der sein Genie in Klänge eintütet (gemeint sind die Leute mit den roten RATM-Shirt vor der Bühne Anm. d .R.).
Von Ausverkauf allerdings keine Spur. Zu sehen gab es einen meist ernsten Herrn Morello, der gegen den G8-Gipfel wettert und aggressiv die Seiten seiner Klampfe malträtiert oder der Fäuste reckend den titelgebenden Song seines Albums vorträgt. Erst ein verpatzter Griff auf dem Brett während „The Road I Must Travel“ lockerte die Stimmung, zaubert ein lächeln in die ernsten Gesichter und wird sofort durch das eingängige „Nanananana…“ des Refrains ersetzt. Fans der alten Schule kommen schließlich mit RATMs „Guerilla Radio“ auf ihre Kosten und „This Land Is Your Land“ von Woody Guthrie rundet das Set ab.
Ein kleiner Schritt für die Anwesenden 150 Leute in Richtung vergangenem Revoluzzertum, ob The Nightwatchman ein großer Schritt für die Menschheit werden wird, bleibt abzuwarten.
- Galerie: The Nightwatchman live in Köln 2007
- The Nightwatchman live in Köln 2007
- The Nightwatchman . One Man Revolution






