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DOWN UNDER UND DIE BITCHES
Parkway Drive, Carpathian, On Broken Wings live in der Matrix, Bochum // 2. März 2007
Nach ca. einem Jahr lassen sich Parkway Drive noch einmal in Deutschland nieder und zocken, wie auch zuvor, dieselben Songs. Dieses Mal jedoch als Headliner mit einem Publikum, das sie sehnlichst erwartete. Im September 2006 waren die Australier unter anderem zu Besuch im Ruhrgebiet und spielten als Vorband von Shai Hulud in der Matrix in Bochum. Sie hinterließen allem Anschein nach einen bleibenden Eindruck, denn diesmal standen Shai Hulud-Begeisterte vor der großen Bühne und gaben Laut für die Band, die sie letztes Jahr unerwarteterweise aus den Schuhen gerissen hat, Parkway Drive. Genau dies wussten die Jungs zu schätzen und boten so ziemlich das ganze Programm ihrer CD „Killing With A Smile“ und einige Lieder ihrer älteren Platte „Don´t Close Your Eyes“. Das Metalcore-Publikum dankte es ihnen mit gnadenlosem Gemoshe, die Tough Guys mit 2-Step, die Mädels mit ihren Hüften.
Man erkannte keine klaren Linien in der „Fangemeinde“, und das ist wohl unter anderem auch das, was diese Band ausmacht, nämlich der Konsens des musikalischen Geschmacks, der all diese Menschen dort zusammenführte. Oder war es etwa doch ihr Faible für Down Under? Denn auch Carpathian, eine weitere Band aus Australien, rockten ihr „Zeter und Mordio“. Sie geboten dem 2-Step Einhalt. Der Sänger machte sich mit den deutschen Ausdrücken wie „Fick dich“ und „Scheiße“ zum Sympathieträger, und dies ist keineswegs ironisch gemeint. Danach haben mich On Broken Wings positiv überrascht. Nachdem meines Erachtens nach ihre letzte Platte 2005 „It´s All A Long Goodbye“ eher mager ausfiel, machten sie auf der Bühne eine ziemlich gute Figur. Die Lieder mit Gesang wurden außen vorgelassen und optimierten damit nicht nur meine Stimmung sondern auch das allgemeine, wohlwollende Kopfnicken der Zuschauer. Auf die letzten drei Bands Carpathian, On Broken Wings und Parkway Drive schien der Sound auch etwas besser abgestimmt gewesen zu sein. Durch die Basslastigkeit der Gitarren und der Drums klang der Sound rund. Leider litt der gutturale Gesang etwas unter dem Bass.
An diesem Abend schieden sich die Geister der Ästhetik. Nach einer statistisch bedeutungslosen aber doch sehr interessanten Befragung, ob nun Parkway Drive ihrem Ruf der „Australischen Surferboys“ gerecht werden, verneinten die weiblichen Probanden diese Aussage eindeutig. Die männlichen jedoch waren sich alle einig, frei nach dem Motto „Wer, Cry me a (fucking) river!, singt, muss ein Schönling sein“ und meinen auf dem Konzert gesehen zu haben, dass diese Jungs der weiblichen Vorstellung überaus entsprächen. Sie haben ganz klar das „BITCH“ überhört.
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