PENNYWISE

 

REASON TO BELIEVE

[EPITAPH RECORDS]

 

Liebe Leute von Pennywise, die ihr dieser Tage mit „Reason To Believe“ euer neuntes Album veröffentlicht, wie lange spielt ihr eigentlich schon euren unverwechselbaren Melody-Punk? Ist wirklich schon eine so ewige Zeitspanne vorübergegangen, wie Schlucke für Kampmann die Drecksarbeit vollrichtet hat…20 Jahre?! Wer muss sich da jetzt alt fühlen? Ihr? Ich? Meiner einer sagt: „Drauf geschissen“, Gitarren-Papst Fletcher würde einem für diese Frage wahrscheinlich kommentarlos das Fressbrett demolieren. Thema erledigt. Zum Sound gibt es - kaum überraschend – wenig zu sagen, denn „Reason To Believe“ könnte auch gut und gerne 15 Jahre alt sein und „Unknown Road“ heißen. Shout-Konstante Jim scheint zu Beginn mit seinen Vocals dem Instrumenten-Tempo zwar zunächst nicht mehr ganz folgen zu können, fängt sich aber spätestens bei „All We Need“ wieder. Man mag es Pennywise eigentlich kaum mehr zutrauen, aber das Album wandert nicht der Komplettierung des Gesamtwerks genügend zum Verstauben ins CD-Regal, sondern läuft ab sofort daheim und unterwegs auf Heavy-Rotation. Amerikanische Punk-Puritaner werden zwar die Tatsache, dass „Reason To Believe“ in den Staaten auf myspacerecords erscheint, verfluchen, aber das muss uns im Alten Europa nicht interessieren. Einmal Epitaph, immer Epitaph! Hier wird höchstens nicht mehr die Leerkassette bespielt, sondern der ipod synchronisiert. Mit den zwei Bonus-Songs der Vinylversion könnte das allerdings etwas kompliziert werden.

 

 

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Verfasser: Michael Blatt

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