![]() |
|
TRACKLIST
- Opener
- A friend of mine
- Don’t tell me nothing
- There’s always someting better to do (The Strutter)
- Strangers
- Oh, the congestion
- Shark attack
- On and on
- Getting mugged and loving it
- Life on the farm
- Nature wins
- Roll on
PIEBALD
ACCIDENTAL GENTLEMEN
[SIDEONEDUMMY RECORDS]
Wieder zuhause! Schon der Opener ‚Opener’ (Haha!) erinnert an das vorletzte Piebald-Album „We Are The Only Friends We Have“ und begeistert durch den satten Gitarrenteppich und Travis Shettel unvergleichliche Stimme. Obwohl, klingt er da nicht gerade ein bisschen wie der frühe Dexter Holland? Beim zweiten Track kommt dann das Piano ins Spiel und die herrlichen 80er-Riffs, die Piebald so unverwechselbar klingen lassen. Weiter geht es irgendwo zwischen geradlinigem, aber frischem College Rock im positiven Sinne und zurückgenommenem Klimacore ohne Plattitüde. Höhepunkt der Platte ist dann sicherlich das vorletzte Stück ‚Roll on“, der zweitbesten Song der jemals übers Fahrradfahren geschrieben wurde. Platz 1 hält immer noch Queen mit ‚Bicycle Race’. Das betrunkene Klavier ist auf Radler, Travis fährt zu Beginn stimmlich noch Hollandrad (ohne Dexter) und schwingt sich spätestens im Refrain aufs Bonanzarad mit Fuchsschwanz, cruised ganz lässig durch einen amerikanischen Vorort und hat den Rücksitz für den geneigten Zuhörer reserviert. Schon allein dafür lohnen sich der Kauf, die Repeat-Taste, der Walkman, die Kopfhörer, der Wind im Gesicht, das Rennrad von Opa oder eben jenes, welches da an der Laterne ohne Schloss lehnt. Mit freundlichem Radlergruß und Schlussakkord: „Möge die Kette nie springen!“
(Ingo Karkhof)
Bands, naja zumindest fast alle, entwickeln sich weiter. Piebald sind ein extremes Beispiel für diesen Veränderungsprozess – vor über 10 Jahren als Hardcore-Band gestartet, sind sie mittlerweile bei etwas angekommen, das man wohl als Collegerock bezeichnen könnte. Aber auch im Vergleich mit den jüngeren Releases der Band klingt das neueste Werk wieder etwas anders. Die verzerrte Gitarre ist nur noch ein Element unter vielen, die Songs sind komplexer und mit mehr Details gefüllt – leider führt das auch dazu, dass der Drive und die Eingängigkeit ,die das 2002er Werk „We are the only friends we have“ hatte, hier nicht mehr aufkommen. Also eine CD für die unter euch, die etwas „reifere“ Gitarrenmusik bevorzugen.
(Fred Flenner)






