IM ANTICHORUS DAGEGEN

 

Die Fünf Fragezeichen mit Rentokill zum Album "Antichorus"

 

GETADDICTED: Nennt drei Schlagworte, die das Album beschreiben!
Rentokill: Schnell. Politisch. Grün.

GETADDICTED: Jedes neue Album ist „das beste, was wir jemals gemacht haben“. Warum ist dieses Album besser als das letzte oder der Rest der Welt?
Rentokill: Diese Songs sind neu und deshalb noch nicht sooft gespielt worden wie die alten. Manche alten sind vielleicht besser als manche neuen. Manche vielleicht auch nicht. Und der Rest der Welt war zum Glück nicht mit uns im Studio.

GETADDICTED: Es kann nur einen geben: Welcher Song ist Dein Lieblingssong des neuen Albums?
Rentokill: Ich war nie ein Fan von Lieblingssongs. „War in the Shadows“ kommt ins Finale, denke ich.

GETADDICTED: Erzähl uns kurz, wie der Song entstanden ist und beschreib Deine Eindrücke oder Gefühle in der Entstehungsphase!
Rentokill: Ein Gitarrenriff, in letzter Minute im Studio ausgearbeitet und gemeinsam eingespielt. Ich hatte die Idee zu dem Text über den Krieg in Tschetschenien schon lange im Kopf, und die Energie des Songs hat einfach gepasst. Es steckt sehr viel Frustration und Wut darin, und live funktioniert das jedes Mal sehr gut für uns, vor allem nachdem immer sehr viel Response aus dem Publikum kommt auf den Song.

GETADDICTED: Was bedeutet der Albumtitel? In drei Sätzen.
Rentokill: Punk war immer ein Ausdruck von Dagegensein, und die moderne Medien- und Konsumwelt hat nicht nur den Punk sondern auch das Dagegensein für sich entdeckt. Inhaltslose Kontrapositionen sind mitunter gefährlicher als Resignation. Sing nicht mit wenn du keine Ahnung hast, worüber du eigentlich singst!

 

 

Interview: GETADDICTED
Foto: Marco Christian Krenn