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TRACKLIST
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folgt ...
SICK OF IT ALL
DEATH TO TYRANTS
[CENTURY MEDIA RECORDS]
Große Ereignisse werfen ihren Schatten voraus. War schon immer so und wird auch immer so bleiben! Marketing, Mundpropaganda, Werbeflut ... oder einfach Hoffnung! Kommt immer ganz drauf an, welchen Blickwinkel man einnimmt. Neulich hab ich Videos von Nachwuchs- Bands namens „Machete“ und so Unfug gesehen und mir gedacht, dass diese Welt immer schlimmer wird. Sowas darf man nicht machen, was für ein Scheiß-Name. Aber dazu später. Fangen wir mal so an: Kennt das jemand? Noch zwei Wochen, dann ist es soweit! Endlich Kirmes! Ein zwölfjähriger Junge rennt täglich hochaufgeregt zum Kirmesplatz und kontrolliert, ob sich schon irgendetwas getan hat, die Schießbude schon da ist, der Auto- Scooter schon steht. Mit einem zwiespältigem Gefühl geht er dann nach 15 Minuten wieder heim. Einerseits enttäuscht, dass die Eröffnung nicht am gleichen Abend ist, andererseits aber glücklich, weil am nächsten Tag ja vielleicht was Großes passiert. Dieser kleine Junge war ich die letzte Woche wieder, als ich gesagt bekommen habe, dass die neue SOIA bald kommt! Sofort hatte ich Euphorieschübe wie vor 15 Jahren, als mir Kumpels erzählt haben, dass zur Kirmes ein Breakdancer kommt! WOW! Also, jeden Tag dem Briefträger aufgelauert, ihn genötigt und beschimpft, er würde nichts von seinem Job verstehen und so...! Egal, das Warten hat sich so dermaßen gelohnt! Sowas von! An Sick of it all kommt nichts! Keiner! Das Album war wie ein Eimer Wasser für einen Verirrten in der Wüste nach fünf Tagen Fußmarsch! SOIA sind einfach Urgestein des Hardcore, und wir hören hier wieder Hardcore der alten Schule, ungefähr von „Just look around“ bis „Built to last“. Die Fatwreck-Phase war poppiger, punkiger, verspielter. Zurück in New York (bildlich zu sehen) kommen die Straßen wieder zum Vorschein und die Sache wird rauer, schmutziger, düsterer. Schwere Breakdowns, treibende Drums, knatternde Basslines, der einzigartig gute Gesang von Lou und Backup-Chöre (feat. Freddy Madball) wie beim Fußball. Auch die Produktion ist nicht mehr so „glatt“ wie auf den letzten drei Vorgängern, genau auf den Punkt, hart, kompromisslos, Rocky 1-4 verpackt in einer guten halben Stunde! Mal schnell, mal tonnenschwer. Mir liegen leider die Texte nicht vor, aber dass was nicht ganz in Ordnung ist unter Georg dem 2., sollte ja keine Neuigkeit sein. Politik, Gesellschaft, Wut. „Let´s celebrate that we don´t give a FUCK!“ heißt´s im Opener „Take the night off“. Passt! 100 Punkte! Und das Gesamtbild verschafft dem zwölfjährigen Jungen von damals eine Runde Achterbahn nach der anderen!
Von der ersten bis zur letzten Sekunde ist das Album ein Hit, ungelogen. Es gibt keinen Aussetzer, jedes Lied ein Kracher! UND: Lied Nummer zwei heißt: MACHETE! Wenn das einer darf, dann bitte SOIA! Große Ereignisse, ihr wisst schon...
- Galerie: 2 Days A Week-Festival 2007
- Galerie: Sick Of It All bei Rheinkultur 2007
- Galerie: SICK OF IT ALL - PERSISTENCE TOUR IN ESSEN // 2. Dezember 2006
- Galerie: PERSISTENCE TOUR IN WIESBADEN // 30. November 2006
- Sick Of It All im Interview 2006 // Mai 2006
- Sick Of It All - Death to Tyrants
- Sick Of It All - Outtakes for the Outcasts






