TRACKLIST

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SWORN ENEMY

 

THE BEGINNINV OF THE END

[CENTURY MEDIA RECORDS]

 

Tja! Der Albumtitel ist ja schon einmal eine Ansage! Wie er auszulegen ist, soll mal dahin gestellt bleiben, auf jeden Fall lässt sich darauf einiges aufbauen. Wir haben hier auf jeden Fall einen Beginn, und zwar eine ganz neue Schaffensphase des Quartetts aus Queens/New York. Vergleicht man das neue Album mit dem Vorgänger und der ersten (und einzigen) EP, dann sprechen wir von verschiedenen Welten. Die ersten beiden Werke waren nämlich definitiv ToughGuy-Hardcore mitten in die Fresse. An der Schlagrichtung hat sich nix geändert, das ist immer noch ein Porsche Boxer, aber schwarz lackiert und mit Nieten- Armatur. In der Pressemitteilung steht:„Vergiss alles, was Du je über Sworn Enemy gehört oder gelesen hast...“. Stimmt. Einzig der Gesang ist gleich geblieben: schön giftig, brutal, aggressiv! Musikalisch bewegt sich der Vierer vornehmlich in Metal-Gewässern. Aber keinesfalls in Küstennähe, sondern in den heftigsten Stürmen rund um Kap Hoorn! Gewitter, Sturmflut, Hurrikans, alles auf einmal. Pure Gewalt! Kennzeichnend ist erst mal das treibende Schlagzeug-Gewitter mit einer DoubleBass-Attacke nach der anderen. Die leiten knallharte Moshparts ein, die die ein oder andere Hose zu sprengen vermögen. Zwischendurch mal quietschende Gitarren und ein Soloansatz, dann aber wieder knatternder Bass oder Vollgas. Ich weiß nicht so recht, was ich vom Gesamtbild halten soll. Das Album ist catchy, da gibt´s mal nichts. Aber spätestens nach der fünften Mosh-Passage stellt sich Routine ein und es kommt nichts großartig abwechslungsreiches. Das Album ist verdammt hart, ohne Frage, aber wenig innovativ. Jaja, im Hardcore-/Metalbereich gibt es nicht viel neues, alles schon da gewesen und so, ich weiß. Aber auch wenn man den Vorbildern nicht gerecht wird, so kann man doch ein bisschen mehr Kreativität in die Sache legen. Alleine Gas geben macht noch keinen Weltmeister, ich muss auch den stärksten Bolliden gewitzt und frech an der Konkurrenz vorbei mogeln, um vorne mitfahren zu können! Da sind dann Textpasagen wie „you stupid fucks, we really think your music sucks“ aus Track 8 „we hate“ schon ein bisschen sehr weit aus dem Fenster raus. Alles in allem ein solides Album, nichts herausragendes, Mittelmaß. Ist das nun der Anfang vom Ende? Wie werden sehen...

 

 

Verfasser: Lorenz Eberhardt

Artverwandt: Hatebreed, As I Lay Dying, Madball