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TERROR
THE DAMNED, THE SHAMED
[CENTURY MEDIA]
Zünftig ins Gesicht rein geht’s auch auf dem neuesten, somit vierten Hauptwerk von der Band mit dem sympathisch-programmatischen Namen. Als DAS Hardcore-Album für das Jahr 2008 angekündigt, sei dies, laut Homepage der Band, die einzige Vorwarnung. Terror kennen ihren Stellenwert in der Szene und diese weiß, was sie erwarten kann. Nämlich Terror. Ein bisschen 80s-HC, 90er Gitarrenanleihen und zeitgenössische Thrash- und Bolloattitüde vereinend, liefert das Quintett wieder den Soundtrack für Moschpitangeberei und juvenile Windmühleneskapaden. Oder wird diese Band etwa nur missverstanden und Szenenmaulwürfe liefern ein völlig falsches Bild? Diese Ambivalenz hat sicher nicht nur Terror, sondern ein gesamtes Genre gemein, was es nicht leicht macht, einen objektiven Standpunkt einzunehmen und Musik losgelöst von Attitüde und potentiellen Hörern zu bewerten. Ein Versuch folgt:
Einzelne Lieder auf „The Damned, the Shamed“ herauszuheben
wäre allein deshalb schon unmöglich, da die erwartete amtlich-dicke
Produktion die Form für die auf der Platte vertretene Homogenität
hergestellt hat. Von vorne bis hinten geht es mal im oberen Drehzahlbereich,
dann wieder im Midtempo direkt in den Gehörgang. Nein, an Aggressivität
haben sie auch nicht verloren; zwar sind viele schleppende Kopfnickparts
vorzufinden, dies unterstützt aber mehr noch die Intensität
der Stücke auf „The Damned, the Shamed“. Es handelt
sich um ein dickes, hitziges und unnachgiebiges Hardcore-Album mit Thrashcharakter,
dass seinesgleichen sucht, ohne dabei jedoch Kompromisse einzugehen
oder gar die Segel auf Freundschaftskurs zu setzen. Terror machen das
schon. Und ihre Fans werden ihnen einmal mehr dafür danken.
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