![]() |
|
TRIBE AFTER TRIBE
M.O.A.B.
[RODEOSTAR RECORDS]
Ein atmosphärisch sehr dichtes Album ist der Band um den Exil-Südafrikaner Robbi Robb hier gelungen. Das Konzeptalbum dreht sich thematisch ganz um Völkermord und Krieg und spannt dabei den Bogen von der biblischen Wüste Moab im fünften Buch Moses (Deuteronomium) bis in die Gegenwart des ersten Irak-Kriegs, den Saddam Hussein einmal als Mutter aller Schlachten - Mother of all battles (M.O.A.B.) bezeichnete.
So eindeutig man sich inhaltlich positioniert, so undefiniert bleibt die musikalische Orientierung der US-amerikanischen Band. Der klar von afrikanischen Rhtythmen geprägte Rock des Quintetts arbeitet mit vielen Samples und mystischen Sound-Collagen und erzeugt so eine düster-bedrohliche Stimmung, ohne dabei auf eingängige Melodien und mächtigen Drive nach vorne zu verzichten. Darüber hinaus sind gelegentliche Ausflüge in arabische und indianische Musik herauszuhören - und über allem schwebt ein schwerer psychedelischer Gitarrensound.
Das bereits seit 1985 bestehende Projekt "Tribe after Tribe" veröffentlicht mit "M.O.A.B." erst sein fünftes Full-Length-Studio-Album, aber dennoch gilt vor allem Mastermind Robbi Robb als nicht unbedeutende Referenz in der Musikwelt. Unter dem Namen "Three Fish" arbeitet er seit Mitte der 90er unter anderem mit Pearl-Jam-Basser Jeff Ament zusammen.
Auf "M.O.A.B." ist zwar nicht alles herausragend, und vor allem gegen Ende verliert das Album ein wenig an Spannung, dennoch dürfte die Platte nicht nur Fans der Band und politisch motivierten Hörern gefallen.
Kommentare könnt ihr im SUCHTBLOG abgeben







