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TRIP FONTAINE
LILITH
[REDFIELD RECORDS]
Der Witz zu Beginn: Diese CD enthält mindestens einen Hit! So zumindest der Titel des genau vier Sekunden langen zweiten Tracks. Aber eins nach dem anderen. Wie geht’s überhaupt los? Schwarzes Cover, Puppen mit Gruselgesichtern. Stille, eine cleane Gitarre beginnt, das Schlagzeug und der Bass setzen ein, die zweite Gitarre kommt dazu, der Verzerrer wird getreten und trotz Krach bleibt Melodie, steigert sich, wird druckvoller, dann lieblicher Gesang: „If there has ever been the right moment to quit you missed it, now breathe me in lick the chemicals off my skin, behind steamed-up panes on my aching kness above the citylights, you missed it.“ Wuhu. Düster, aber saugut. Ich bin „in love“, schon mit dem ersten Lied. So intensiv ist bei mir lange keine CD mehr gestartet. Und dann der Hit nach dem HIT. Track 3 startet voller Wut, laut, noisig, Geschrei, Gesang, ein weiterer Übersong. Schon zwei – ohne den Viersekünder mitzuzählen. Bisher macht ihr mich glücklich, TRIP FONTAINE. Aber hören wir weiter. Klischeeschublade auf: hier kommt Powerpop. Erinnerungen an die Get Up Kids und an Pale werden wach. Und es geht gut weiter, vielleicht nicht mehr ganz so intensiv und überzeugend, wie zu Beginn, trotzdem werde ich tanzen und böse gucken. Vielleicht mir zwischendurch das Lachen verkneifen. Weil gute Musik macht schließlich gute Laune.






