WINDS OF PLAGUE

 

DECIMATE THE WEAK

[CENTURY MEDIA RECORDS]

 

Winds of Plague-Sänger Johnny Plague warnt im GETADDICTED-Interview davor, es mit ihm und seinen Mannen aufzunehmen und will unser kleines Magazin im Kampf um die Weltherrschaft abgehängt wissen. Alles klar, Junge. Was haste den zu bieten? Einen Black-Grind-Trash- …-Metal-Core-Bastard Namens „Decimate The Weak“, unterlegt mit Kampf-Keyboard. Perfekt zum Untermalen der ganz große Schlacht – oder Wrestlingshow.

Johnny Boy schickt einen blutrünstigen kalifornischen Samurai ins Rennen. Guckt aus wie Shredder in der Realverfilmung der Turtles. Aufgrund zweier blutgetränkter Katana und „A Cold Day In Hell“ zum Einmarsch, schlackern unserem Ork schon mal die Knie. Beim nahtlosem Übergang zu „Anthems Of Apocalypse” streckt WoP unseren waffenlosen Ork erstmal zu Boden. Nachdem wir uns wieder berappelt haben und Mr. Plagues Stimmlagenvielfalt gerade dabei ist, uns erneut in die Ecke zu drängen, verlangsamt er (zu) tief grunzend und der Ork tritt im ordentlich in die Weichteile. Einige Hasstriaden und Grunzorgien später bietet sich immer wieder dasselbe Bild. Die Gitarrenarbeit bewahrt den Samurai noch vor dem endgültigen Aus. Der Keyboardeinsätze stellen sich allerdings im Verlauf des Kampfes als nicht ganz so innovativ heraus wie vermutet. Und bei „One Body Too Many“ langt der Ork doppelt zu. Fürs Slow-Motion-Gegrunze gibt’s einen Kinnhacken und fürs schwache, deplazierte weihnachtlichen Bim-Bam gibt’s noch einen auf die Glocken. Decimate the weak.

 

 

Verfasser: Mathias Schumacher

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