YELLE

 

POP-UP

[VIRGIN/EMI]

 

Ähnlich wie schon Uffie vor einigen Monaten gilt Julie Budet aka Yelle als heißer Scheiß und landete mit `A Cause Des Garcons` und `Je Veux Te Voir` gleich zweimal genau auf der Tanzfläche. Yelle verbindet gekonnt Pop, 90er Trashpop und aktuellen elektronischen Clubsound. Das klingt dann beispielsweise wie bei `Je Veux Te Voir`, was soviel heißt wie: „Ich Will Dich Sehen!“ (und zwar in einem Porno, wie Julie weiter singt!). Hier verwendet Yelle den Beat von `Short Dick Man`. Na, klingelt´s? Genau! 20 Fingers landeten in den 90ern mit diesem Song einen echten Gassenhauer. Auf dem Bassgerüst liegen einige Synthies und eben der Sprechgesang von Julie.
Yelle versteht Pop. Wir sind hier nicht bei `Popstars` auf RTL. Es darf getanzt werden und dieser Sound passiert ähnlich wie so manch anderer Act aus Frankreich in den Straßen der Stadt und begleitet durch die Nacht.

Wenn man etwa `Mal Poli` im Ohr hat, dann ist das Leben sorgenfrei und irgendwie dreht sich doch immer alles um das andere Geschlecht. Mal überlegen, was da alles mit einem Diss-Song über die Pariser Hip Hop Crew TSS begann und mit einem Debütalbum auf Virgin endete. Dies scheint ein Erfolgsweg zu werden.
Die hübsche Französin sieht aus, als wäre sie gerade noch am Set von `La Boum-Die Fete` dabei gewesen. Sie ist laut und grelle Neonfarben scheinen im Leben von Yelle, deren Künstlername sich aus Yeah und Elle zusammensetzt, eine nicht gerade geringe Rolle zu spielen. Im Vorprogramm von Mika bereiste sie bereits Europa und holt nun noch mal zum Rundumschlag aus, wenn sie auf Clubtour durch Deutschland vielleicht auch in Deiner Stadt Station macht, um darüber zu referieren das es eine Menge „unhöfliche“ Dinge gibt, die man so tun kann. `Pop-Up` macht eine Menge Spaß und ist eine wilde Reise durch die große Stadt und dem, was sie so zu bieten hat, neben Drogen, Sex, Spass und gefährlichen Barrios.

 

 

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Verfasser: Daniel Rade

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