Arliss Nancy in Köln 2013, Foto: Jens Becker

Arliss Nancy – Wild American Runners

Machen wir uns nichts vor: Zur groben musikalischen Einordnung von „Wild American Runners“ von Arliss Nancy reichen die Namen Springsteen und The Gaslight Anthem.

Arliss Nancy - Wild American Runners

Arliss Nancy – Wild American Runners

Sind wir aber auch ehrlich: Es ist schon klar, wieso auf der Platte der Name Gunner Records steht.

Zum ersten: Wir könnten jetzt hier Formulierungen aneinander reihen wie der junge Brian Fallon, die frühen Gaslight Anthem, Whisky, Vollbart, Gitarren und Piano/Orgel-Sounds, Karohemden  und natürlich der große Bruce, der Boss. Und nicht zu vergessen: Herzblut! Kubikliterweise sogar, wie Jupiter Jones mal in völliger Verkennung physikalischer Gesetze sangen. Aber es reicht auch, wenn ihr in einen Song reinhört – und Fans von Musik mit den oben genannten Attributen werden sich darin wiederfinden.

Zum zweiten: Der Mensch hinter Gunner Records ist derjenige, der für uns Künstler wie Frank Turner und The Gaslight Anthem entdeckt – der sie kannte, als noch keiner sie kannte. Der dazu einige Bands auf seinem Label hat, die zwar nicht so erfolgreich geworden sind, die aber alle eins gemeinsam haben: Sie sind absolut hörenswert. Wenn also auf einem Musikwerk dieser Name draufsteht, ist das ein Qualitätsmerkmal. Und wenn sich das deckt mit dem im ersten Teil grob umrissenen Sound, dann sind eigentlich keine Fragen mehr offen.

„Ich kannte die schon, als noch fast keiner die kannte“ ist total albern, aber es ist auch jetzt. Noch!

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