Die Definition des Rades erweitert
Interview mit Future Fluxus
Future Fluxus sind entstanden aus der Asche von Kate Mosh und dem Sinnbus/Ter-Haar-Umfeld. "Diese Musik fasziniert oder stößt ab. So begeistert oder überfordert. Das ist Musik, die etwas von dir will und viel zu geben hat." heißt es in der Bandinfo.Sie beschränken sich auf das wesentliche: ihre Musik - und die kennt keine Grenzen. Für Myfacetwittercloudcamp.fm haben sie wenig übrig - nicht aus simpler Ablehnung, sondern aus Überlegung. Neben einem Exkurs über die Youtube-Problematik berichtet Sänger Thom Kastning außerdem über ihren außergewöhnlich offenen Tour-Blog, Kritik an ihrem Album "Fuck The Universe And Say Yeah" und über die Platten, die der Band derzeit zusagen.
GETADDICTED: Dass ihr es den Hörern nicht gerade einfach macht, ist offensichtlich. Das lässt aber auch darauf schließen, dass ihr es euch selbst ebenso schwer macht. Welche Aspekte waren während des Songwriting-Prozesses diejenigen, die die meisten Diskussionen/Auseinandersetzungen verursacht haben?
Thom: Deine Schlussfolgerung ist richtig, wenn auch relativ. Dass man sich die größte Mühe gibt, sollte ja selbstverständlich sein, doch ebenso sollte man sich auch nicht bis zur Verzweiflung versteifen, sondern einen gesunden Abschlusspunkt finden. Es gibt immer nächste Songs, die Band wächst mit der Zeit mehr zusammen und kreiert Besseres.
Uns ist es immer ein großes Anliegen, etwas Neues zu schaffen, Teile und Strömungen auf eine andere Art zu verbinden, das Rad nicht neu zu erfinden, aber die Definition des Rades zu erweitern. Wenn man innerhalb eines Songs Teile verwendet, die dem gewohnten Blick nicht offensichtlich folgen, ist die Hauptschwierigkeit, gelungene Übergänge zu bieten, die nur durch feinteilige Arbeit zu erlangen sind. In diesem Punkt sind sicherlich die meisten befruchtenden Auseinandersetzungen bei der Vorbereitung unseres Albums von Statten gegangen. Mit Pelé gesagt: „Wir haben über vieles geredet – nur nicht über Erektionsprobleme“.
"Aber Vorsicht! Der Hörer hat sich an gängige Formen gewöhnt"
GETADDICTED: Viele Bands nehmen 50-60 Demos auf, bevor sie ins Studio gehen – um daraus 12-13 Songs zu machen und aufzunehmen. Wie sieht bei euch dieser Prozess aus? Man kann ja nicht so leicht Teile und Ideen zwischen Songs hin und herschieben wie bei Punkrock- oder Indie-Songs? Oder gerade bei euch doch?
Thom: Bei 50-60 Stücken, die erstmal irgendwie aufgenommen werden, würde ich entweder komplett den Überblick verlieren, oder es wäre mir klar, welche Lieder eine gr%C
Kommentare
Kommentar von johannes | 19.05.2011
und da hörts dann auf. könnt ihr mal nachsehen?