Weltmusik – bei aller Undefiniertheit dieses Begriffs steht definitiv fest: „World Music“ von C.Aarmé klingt völlig anders.
Wie kommt man eigentlich auf so einen
Titel? Weltmusik versprüht bei Nicht-Fans immer ein hippieeskes
Gefühl. C.Armé rotzen aber die Räucherstäbchen der
Fackeljongleure sofort aus. Auf ihrem dritten Album gehen die
Schweden zwar nicht mehr so dreckig und aggressiv vor. Ihr Punkrock
ist und bleibt aber immer noch ordentlich treibend, rumpelig und
schweinisch. Auf Eingängigkeit verzichten C.Aarmé völlig.
Stattdessen schrammeln sie sich sperrig durch ihre Songs, die vom
aggressiven Zetern von Sänger Jessie Garon geprägt sind. Die Stimme
und der zerrende Bass sind es auch, die entscheiden: Gehen sie dir
auf die Nerven? Oder lässt du dich drauf ein und findest nach ein
paar Hördurchgängen ein Punkrockalbum, das sowohl eigenständig als
auch verdammt packend ist. Und das auch noch authentisch wäre –
wäre dieser Begriff nicht so furchtbar sinnentleert. Wie Weltmusik
in manch anderen Fällen.