Pierce The Veil in Köln 2016 / Foto: Kirsten Otto

Pierce The Veil, Letlive. und Creeper live in Köln

Liebe Freunde der Live Musik, was war da los? Pierce The Veil, Letlive. und Creeper spielen gemeinsam in der Live Music Hall – und die ist nicht mal bis zur Hälfte gefüllt? Was zu einem recht traurigen Konzertabend hätte werden können, wurde aber zu einer triumphalen Show mit mehr Platz zum tanzen, moshen und mitsingen für alle Beteiligten.

 Den Anfang machten die Newcomer Creeper, die mit ihrem melodischen Horror Punk schnell sämtliche Aufmerksamkeit an sich reißen konnten und das erste Circle Pit des Abends aufmachten. Auch die ruhigeren Töne gelangen den jungen Briten einwandfrei, denn „Misery never goes out of style“ wie Will Would und Keyboarderin Hannah Greenwood mit eindrucksvollen Vocals beteuerten. Man kann nur hoffen, das sie mit ihrem im März erscheinenden Debütalbum Eternity, in your arms nächstes Jahr auf eigene Tour gehen können.

Auch die zweite Vorband Letlive. sollte man schon längst auf dem Radar haben, denn die Band um Sänger Jason Aalon Alexander Butler ging.einfach.nur.ab. Ob auf der Bühne, im Circlepit oder mal eben hinter der Bar der Live Music Hall, Jason Butler konnte nicht stillstehen und sorgte neben kraftvollem Gesang auch mit seiner One-Man-Show für beste Unterhaltung und eine Mischung aus freudigem Erstaunen und „der hat sie doch nicht mehr alle“.

Warum das Konfetti fürs Ende der Show aufheben, wenn man doch gleich damit durchstarten kann- dachten sich scheinbar Pierce The Veil, die direkt beim ersten Song mit großem Karacho auf die Bühne kamen. Diese Energie haben sie sich auch für den Rest des Sets beibehalten, allen voran Bassist Jaime Preciado, der über die Bühne fegte wie ein Besessener.

Bei den Fans ließ die Band um Vic Fuentes wenige Wünsche offen: Mit viel Elan spielten sie sich durch 14 Songs, inklusive einem kurzen Akustik Set und natürlich gab es auch noch mehr Konfetti. 
Einen Wunsch hätten wir allerdings für’s nächste Mal: Einen besser abgemischten Sound. Vor allem bei den härteren Stücken der Vorbands war der Gesang größtenteils so leise geregelt, dass er neben den ganzen Gitarren fast untergegangen wäre, wenn man nicht gerade in der Nähe vom Mischpult stand.

Ach ja, und: Runter von der Couch und ab zu mehr Konzerten mit euch!