moerscared songy by song

More Scared of You Than You Are of Me – Das neue Album der Smith Street Band als Song-by-Song-Review

More Scared of You Than You Are of Me ist so schön, dass wir jedem einzelnen Song des neuen Albums der Smith Street Band drei, vier Sätze widmen. Gotta <3 The Smithies!

More Scared of You Than You Are of Me – Song By Song

1. Forrest:
Nix mit Intro, nicht mal ein Einzähler, einfach drauf los. Wil Wagner mäht mit seinem breiten Aussie-Akzent in bewährter Ork im Porzellanladen-Manier erst einmal alles nieder während Producer Jeff Rosenstock bereits in die ersten drei Minuten einer ordentliche Portion seiner Trademark Ooooohs und Aaaaaaahs quetscht.

2. Birthdays
Betreibt aktuell jemand besseres Storytelling als Wil Wagner? Birthdays ist poetisch, detailverliebt, melancholisch…und witzig. Außerdem gibt’s im video nen Roboter.

3. Death To The Lads
Das Revival von „Schwanz ab, runter mit der Männlichkeit“! Vielleicht schafft diese Singalong-Hymne, dass sich mehr Typen ihr testosteroniertes Vollidiotentum einfach mal knicken.

4. Song For You
Verknallt in diese Person einer-, wütend auf die eigenen Unzulänglichkeiten andererseits. Immer alles richtig zu machen: beinah unmöglich. Sachen wieder gerade rücken, indem man sich mit einem Song entschuldigt: kann klappen. Besonders wenn es ein Song wie „Song for You“ ist.

5. Passiona
Wil Wagner wählt Worte wahrlich weise. Und verpackt seinen Seelenstriptease über seine Ängste und Panikattacken im deutschen Fernsehen in eher ruhigere Töne. Der eigentliche Titeltrack von More Scared of You Than You Are of Me.

6. Run Into The World
Mehrfach hebt sich die Smith Street Band ihre großen Momente auf More Scared of You Than You Are of Me für die hinteren Drittel ihrer Songs auf.  Auf Run Into The World fällt dies besonders stark auf. Tim Rogers & Laura Stevenson sorgen mit ihren Gastauftritten hier für einen „Damien Rice & Lisa Hannigan“-Moment.

7. Shine
Der Name ist Programm, Shine sorgt mit Uptempo und etwas mehr Dur für einen Kontrastpunkt zu all den dunkleren Tönen auf More Scared of You Than You Are of Me. Arrangement-technisch kommt hier wieder einmal Jeff Rosenstock mit seinem Hang zu Musical und opulent-krachiger Wall Of Sound durch.

8. 25
Bei all dem Laut & Leise im „The Smith Street Band“ verzichten die Smithies hier einfach mal aufs Letzere. Machen einfach nur laut. Scheppern. Und Brüllen. Machen einfach nur Spaß.

9. It Kills Me To Have To Be Alive
Auf „Throw Me In The River“ nannten wir es Australicana, diesen folkigen Einschlag der Smith Street Band, den More Scared of You Than You Are of Me durch It Kills Me To Have To Be Alive hier bekommt. Erneut wird im letzten Drittel Fahrt aufgenommen, man lässt Jeff Rosenstock seine Magie machen.

10. Suffer
Sonst ein relativ rundes Album, sticht Suffer als wütendster Kloß im Hals von More Scared of You Than You Are of Me heraus. Wil nennt es im Interview „death rattle of my anger on the album“. Passt.

11. Young Once
Hieß es früher mal „Tonight Im Getting Young Drunk“, hieß es nun „Young Once“. Die Smith Street Band ist erwachsener geworden. Bekannter. Und noch besser!

12. Laughing (Or Pretending To Laugh)
Nix da mit „So when we go, we go out in a blaze“.  Laughing (Or Pretending To Laugh) lässt More Scared of You Than You Are of Me reflektierend ausklingen. Bricht sogar mitten im Song ab. Wir schlucken kurz, und drücken erneut auf Play.

Mehr THE SMITH STREET BAND auf GETADDICTED