Morrissey in Düsseldorf 2006, Foto: Jens Becker

Morrissey in Düsseldorf 2006

Von wegen „halbverweste Exkultfigur“! Akkurat gekleidet, die Tolle gerichtet und mit einer Wahnsinns-Ausstrahlung betritt Morrissey mitsamt Band die Bühne in der Düsseldorfer Philipshalle.

Morrissey in Düsseldorf 2006, Foto: Jens Becker

Morrissey in Düsseldorf 2006, Foto: Jens Becker

Stadionartige „Morrissey“-Rufe schallen ihm entgegen. 20 Jahre nach dem letzten Konzert von The Smiths beginnt der Brite direkt mit „Panic“, damit spätestens bei der Refrainzeile „Hang The DJ“ auch jeder in der letzten Reihe weiß, bei welcher Band der Mann auf der Bühne mal Sänger war. Passend zerrt er dazu an seiner Krawatte, die er nach dem anschließenden „First Of The Gang To Die“ auch schon ablegt.

Was folgt, sind weitere 90 Minuten Morrissey: Elegant schreitet er über die Bühne, wirkt dabei beinahe majestätisch, verneigt sich immer wieder oder beugt sich über den Graben, um sich ihm entgegen reckende Hände zu schütteln. An einer Stelle hält er eine – wie es für Morrissey typisch ist – verschwurbelte Anklage gegen das Tragen von Pelzen.

Am Currywurststand in der Halle ist übrigens der Verkauf jeglicher toter Tiere untersagt. Mit „Life Is A Pigsty“ als letzten Song vor der Zugabe und „Don’t Make Fun of Daddy’s Voice“ als Schlusspunkt geht die Show zu Ende. Der alte Herr Schmitz hat’s auf jeden Fall noch drauf!

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