Simple Plan

Simple Plan – Taking One For The Team

Simple Plan sind zurück mit ihrem fünften Studioalbum. “Taking One For The Team” ist dabei ein schizophrenes Album… Zu gleichen Teilen typisch und untypisch.

Zu den typischen Songs zählen dabei der Opener “Opinion Overload”, „Boom!“, „Farewell“ mit Jordan Pundik von New Found Glory, „I Refuse“ , „Nostalgic“ und „P.S. I Hate You“. In all diesen Songs schwingt der Sound mit, den man von dem kanadischen Quintett gewohnt ist: leicht verdaulicher Pop-Punk, der sich in all den Jahren kaum verändert hat. Simple Plan drücken sich selbst einen Stempel auf. Ob das gut oder schlecht ist, dürfen die Fans entscheiden.

Simple Plan CoverUntypische Töne schlagen sie hingegen beim reggaelastigen „Singing In The Rain“, dem fast schon nach Maroon 5 klingenden „I Don’t Wanna Go To Bed“ und dem sphärischen „I Dream About You“ an. Seltsamerweise sind all diese Songs mit Featuren versehen. Das amerikanische R&B-Duo R.City, Rapper Nelly und Sängerin Juliet Simms peppen sie auf. Nur Jordan von New Found Glory hat es geschafft, den Stil der Band bei seinem Feature beizubehalten – vielleicht, weil er aus dem gleichen Genre kommt.

Gleichzeitig zieht sich noch ein Good vs. Bad Battle durch das Album. Gute-Laune-Lieder, wie „Kiss Me Like Nobody’s Watching“, „Everything sucks“ und “I Don’t Wanna Be Sad” stehen dann Balladen gegenüber, wie “Perfectly Perfect” und “Problem Child”.

So ist das Album also schlussendlich in zweierlei Hinsicht schizophren: Hier spielt sich der Kampf von Gut gegen Böse und Feature gegen nicht Feature vor den Ohren des Fans ab. Und gewonnen hat…? „Simple Plan have won the game“ – zumindest wenn es nach dem Hidden Track geht. Auch die geringe Zahl der Feature und Balladen spricht für einen Sieg des bandeigenen Sounds. Pop-Punk ftw!