Nothing But Thieves

Song By Song mit Nothing But Thieves

Darauf haben ihre Fans lange gewartet: Am 12. Februar erschien auch in Deutschland endlich das selbstbetitelte Debütalbum von Nothing But Thieves. Zur Feier des Tages hatten wir eine Frage… Zu jedem Song des Albums.


GETADDICTED:
Excuse Me: Was ist die schlimmste Entschuldigung, die ihr jemals benutzt habt?
Dom: Da kann ich wirklich nur an schlimme Entschuldigungen denken, die ich mir gar nicht selbst eingestehen will.
Price: Ich habe mir mal in die Hose gemacht, weil ich keine Toilette gefunden habe. Das war keine gute Entschuldigung mir gegenüber, denn als Mann sollte man da weniger ein Problem haben.

GETADDICTED: Ban all the music: Würdet ihr eher ohne Musik oder ohne Liebe leben?
Dom: Musik ist mein Leben!
Joe: Dom lebt schon ein Leben ohne Liebe, also…
Dom: „I wanna know what love is.”
Price: “I want you to show me”.
Dom: Ich würde Musik nehmen, weil ich manchmal ziemlich emotionslos bin. Das ist traurig.
Price: Hm, ich weiß es nicht. Taube Leute können auch keine Musik hören, aber sie können Liebe fühlen. Das muss also schon gehen. Also nehme ich das Leben ohne Musik.
Joe: Ja, ich auch. Das wäre zugegebenermaßen aber ein sehr trauriges Leben.

GETADDICTED: Wake Up Call: Früher Vogel oder Nachteule?
Dom: Nachteule, alle von uns. Joe und ich leben zusammen und manchmal treffen wir uns um 3 oder 4 Uhr morgens und schauen TV oder machen noch irgendwas.
Joe: Wir kommen aus dem Tourleben nicht mehr raus. Auf Tour bleibt man einfach immer bis in die Puppen wach. Wenn man einmal in diesem Rhythmus drin ist, bringt man es mit nach Hause.
Price: Ich bin nicht wirklich prädestiniert dafür, eine Nachteule zu sein, aber es geht wirklich nicht anders in letzter Zeit.

GETADDICTED: Itch: In welchen Moment fühlt ihr etwas Reales? (Anm. d. Red.: Anspielung auf die Textzeile: „I just wanna feel something real“)
Price: Orgasmen.
Dom: Wenn du das runterschreibst, darfst du diese Antwort gerne zensieren. Wir sind damit einverstanden. Bei Konzerten fühle ich das. Live zu spielen, hat so ein besonderes Feeling.
Joe: Ja, das stimmt. Obwohl es natürlich nicht jedes Mal so ist und man es nicht provozieren kann. Manchmal fühlt es sich aber richtig und bedeutend an.

GETADDICTED: If I Get High: Was denkt ihr über „Sex, Drugs & Rock’n’Roll“?
Dom: Die besten drei Dinge auf der Welt!
Joe: Rock’n’Roll kann zeitweise wirklich ein Klischee sein. In den 80ern haben sie das Image der Musikrichtung ganz schön aufpoliert und es übertrieben. Es ist nicht halb so glanzvoll, wie es dargestellt wird.
Dom: Individuell gesehen, sind es gute Dinge. Drogen sind nicht gut für euch Kinder, also Hände weg (können aber lustig sein, man denke nur an Alkohol). Was war das andere? Sex, ein absoluter Jungbrunnen. Und Rock’n’Roll… Was ist dieser Roll-Teil? Worum geht es da? Jeder ist auf Rollerblades oder was?
Price: Der rollende Rhythmus.
Joe: Ich denke es kommt von dem Tanz, Rock’n’Roll.

GETADDICTED: Graveyard Whistling: Habt ihr einen starken Glauben an etwas und wie viele Male wurdet ihr davon enttäuscht?
Dom: Naja, einen Preis muss man zahlen. Wenn man stark an etwas glaubt, kann es einem auch leicht weh tun. Aber mir fällt jetzt kein Beispiel ein, dass sich auf uns beziehen könnte.
Joe: Ja, wenn man sich von etwas fernhält, ist das Selbstschutz, oder nicht? Man schützt sich vor diesen Schmerzen und geht kein Risiko ein. Also natürlich gibt es das, aber wir kennen es nicht.

GETADDICTED: Hostage: Was ist das selbstloseste, was ihr je getan habt?
Dom: Ich war neulich in einer Tankstelle und habe Fanta geholt. Es war ein „2 für 1“-Angebot und ich habe Conor eine gegeben – ihm aber nichts von dem Angebot erzählt.
Price: Ich war einmal in meiner Heimatstadt Southend essen und hatte eine großzügiges Rippchen- und Chicken-Wings-Menü. Es war so viel, ich habe mir den Rest mitgeben lassen. Auf dem nach Hause Weg fragte mich ein Typ nach Kleingeld. Und ich dachte mir: Wieso soll ich ihm Geld, wenn er auch so viel leckeres Essen haben könnte? Er hat sich sehr gefreut!
Dom: Und er war Vegetarier? lacht
Joe: Ok, das reicht. Ich hab jetzt mal eine ernste Sache: Tatsächlich haben wir uns dazu entschieden, das Geld von unserer Paris Show an die Opfer der Anschläge zu spenden. Das ist eine gute Sache und das machen wir sehr gerne.

GETADDICTED: Trip Switch: Was macht ihr, wenn die Lichter ausgehen? Beziehungsweise wenn eure Karriere vorbei ist?
Joe: lacht So hab ich den Song noch nie betrachtet.
Dom: Ich würde immer noch mit Musik arbeiten. Als Produzent oder ähnliches. In dieser Band habe ich viel gelernt und könnte damit sicher auch nach unserer Zeit viel anfangen.
Price: Ich weiß gar nicht, was ich machen würde. Wahrscheinlich nur chillen.
Dom: Nur chillen? lacht
Price: Ja, ich wäre ein professioneller Chiller.
Joe: Ich meine, wir arbeiten ja jetzt schon musikalisch mit anderen Leuten zusammen und das ist unser Ding. Das würden wir wohl weiter machen.
Dom: Wir alle lieben Musik und stecken zu tief drin als dass wir es so einfach loslassen könnten.
Price: Ich wäre wahrscheinlich in einer neuen Band mit unserem Mercher. Sein Name ist Adam und er ist bereits in einer Band. Wir werden uns formieren und für 2017 alles vorbereiten. Hütet euch vor unseren Hits!

GETADDICTED: Lover Please Stay: Wie weit würdet ihr gehen, um diese Band zu retten?
Dom: Price würde nichts tun, er hat ja schon eine andere Band.
Joe: Wir haben bereits viel aufgegeben, um in dieser Band zu sein.
Dom: Ja, wir würden alles machen, um es am Laufen zu halten. Wir lieben es und leben unseren Traum. Und alles was man machen muss, um das zu bewahren, macht man. Wir mussten schon viel opfern: Ein paar mussten ihr Studium aufgeben, ihren Job kündigen, Freundinnen kamen und gingen… Also es ist viel, was man aufgeben muss.

GETADDICTED: Drawing Pins: Wie geht die Geschichte aus?
Joe: In dem Song geht es um Depressionen. Ich hab ihn vor Jahren geschrieben und er war nur halb fertig. Letzten Sommer haben wir ihn dann aufgenommen und es fühlte sich nicht richtig an. Er war nicht gut genug für das Album. Zwischenzeitlich hatte ein Freund von einem Freund Selbstmord begangen und der Song bekam wieder einen Sinn. Ich konnte den Song so zu Ende schreiben, wie er sein sollte und so endet die Geschichte. Der Song an sich hat kein Ende, textlich gesehen. Aber die Geschichte des Songs fand so ihr Ende.

GETADDICTED: Painkiller: Was ist euer Geheimtipp gegen Krankheit auf Tour? Die Frage wäre wohl am geeignetsten für Conor. (Anm. d. Red.: Der einzige Konzerte absagen musste, weil er krank war)
Dom: Oh, kein Problem, wir kennen all seine seltsam-wundervollen Mittel. Heißgetränke sind da sehr hilfreich, am besten mit frischem Honig, Zitrone und/oder Ingwer.
Joe: Er hat außerdem so eine Maschine, einen Inhalator.
Dom: Ja, da kommt so ein starkes Minzzeug rein, dass er inhaliert. Die beste Medizin ist aber wahrscheinlich Schlaf. Das würde uns allen gut tun.
Price: Für mich ist die beste Medizin Bier und Zigaretten.

GETADDICTED: Tempt you: Wie sieht euer Himmel aus?
Price: Wie eine Ferrari Garage.
Dom: Wenn es ihn gibt, dann vielleicht ähnlich wie die Erde… Nur mit weniger Schmerzen und Angst.
Joe: Ja, das hört sich gut an, da ziehe ich mit.
Price: Ich bleibe bei der Ferrari Garage.

GETADDICTED: Honey Whiskey: Was ist euer Lieblingsdrink?
Joe: Honey Whiskey, nächste Frage. lacht
Dom: Price liebt echt abgedrehtes Zeug. Wie heißt das noch mal?
Price: Ich liebe White Russian und Amaretto mit Apfelsaft. Das ist sehr süß, besser als Amaretto mit Cola.

GETADDICTED: Hanging: Wo wollt ihr hin bezüglich eurer Karriere?
Dom: Weiter oben, nehme ich mal an. Was eben jede Band so ansteuert.
Joe: Ja, wir wollen so berühmt werden, wie wir können. Wir machen die Musik, die wir lieben und das ohne Kompromisse, aber natürlich will man damit auch erfolgreich sein.
Dom: Wir wollen die größte Band der Welt werden. Wir wollen die Welt bereisen und jeder soll unsere Musik kennen.
Price: Ich will so groß sein wie U2. Und nur U2.
Dom: Es ist ja Quatsch, wenn eine Band sagt, dass sie nur Clubs bis zu einer Größe von 250 Leuten spielen will. Bands wollen wachsen. Sie wollen berühmt sein.

GETADDICTED: Neon Brother: Wenn ihr euren Körper mit einem eurer Bandmitglieder tauschen müsstet: Wer wäre es und wieso?
Joe: Du meinst im Sinne von: Ein Kopf, zwei Körper? Also ich verbringe 98 Prozent meines Lebens mit Dom, also wäre das wahrscheinlich keine große Umstellung.
Dom: Wir würden so lächerlich aussehen, weil ich ziemlich gebräunt bin und du das weißeste Weißbrot von ganz England. Das wäre so lustig!
Joe: Mach dir keine Sorgen, das würde so oder so nicht normal aussehen.

GETADDICTED: Six Billion: Habt ihr Angst davor zu sterben?
Dom: Ich habe keine Angst davor, aber ich will es einfach nicht. Im Moment.
Joe: Ja, aber so genießt man das Leben doch eher, oder?
Price: Lache oft ins Angesicht des Todes.
Dom: lacht Starker Mann!