Templeton Pek in Köln, Foto: Arkadiusz Goniwiecha

Templeton Pek in Köln 2012

Templeton-Pek-Sänger Neal verbringt bei der Release-Show ihrer EP „Slow Down For Nothing“ im Rahmen der GETADDICTED-Party in Köln mehr Zeit im Publikum als auf der Bühne – inklusive Theken-Action.

Konzert spielen, die Nacht im nicht allzu großen Van verbringen, den ganzen Tag Promo machen, um sich nachts auf eine Bühne zu stellen, vor Leute, die vielleicht eher für die Party kommen, nicht in erster Linie, weil sie Fans der Band sind. Eine Herausforderung – und Templeton Pek zeigen, wie man mit ihr umgeht.

Um eine Minute nach eins scheppern die ersten Akkorde durch die bis zum Anschlag aufgedrehten Boxen. „Wir sind jetzt da“, lautet die unmissverständliche Message. Vor der Bühne bildet sich wie bei einer Vorband ein Halbkreis. Schon beim dritten Song dreht Gitarrist Kevin eine Runde durch die Leute. „Slow Down For Nothing“ – Titel der brandneuen EP, Motto des Abends. Nach einer Viertelstunde schnappt sich Sänger Neal seinen Mikroständer und stellt ihn in die Mitte des Raums. Berg und Prophet – ihr wisst Bescheid.

Die Leute reihen sich um ihn herum. Die Zahl der Mitsänger ist gering – die der Gelangweilten aber noch kleiner. Zum Abschluss läuft Sänger Neal mit seinem Bass los, klettert auf die Theke gegenüber der Bühne, springt wieder runter, läuft quer durch den Laden und verabschiedet sich: „Wir spielen nächsten Sonntag wieder in Köln, im Luxor, mit Four Year Strong“. Überzeugungskraft at its best, akustisch und physisch.